
Böttcher/Böttcherin
Als Böttcher/in stellst du aus Holzdauben Fässer, Bottiche und Behälter her – ein traditionsreiches Handwerk, das heute vor allem in der Wein- und Lebensmittelbranche gefragt ist.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
620–900 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Böttcher/in?
Du arbeitest mit deinen Händen und deinem Kopf: Als Böttcher/in baust du aus einzelnen Holzdauben – das sind die gebogenen Holzbretter – Fässer, Bottiche, Behälter und ähnliche Produkte zusammen. Das klingt simpel, ist aber ein echtes Handwerk mit Präzision. Ob Weinfass oder Behälter für die Lebensmittelindustrie – du sorgst dafür, dass alles dicht hält und lange hält.
- Du wählst Holz und andere Werkstoffe aus und bearbeitest sie manuell und maschinell
- Du schneidest Dauben und Böden zu und richtest sie für den Zusammenbau aus
- Du fertigst Metallreifen und setzt die Dauben damit zu einem Fass zusammen
- Du bedienst und pflegst Maschinen, Werkzeuge und technische Anlagen
- Du beschichtest Oberflächen und dichtest Fässer und Behälter ab
- Du reparierst und setzt beschädigte Fässer oder Bottiche instand
- Du baust Armaturen und Zubehör ein und führst Montagearbeiten durch
- Du recycelst alte Fässer und Behälter fachgerecht
Passt das zu dir?
Du liebst es, etwas mit den Händen zu erschaffen – und am Ende des Tages ein fertiges Produkt in den Händen zu halten? Dann ist die Böttcherei genau das Richtige. Du arbeitest mit Holz, Metall und Maschinen, brauchst ein gutes Gefühl für Materialien und Maße, und du solltest handwerklich geschickt sein. Wenn dir Mathematik und Werken in der Schule Spaß gemacht haben, hast du schon gute Grundlagen.
Voraussetzungen
Rechtlich gibt es keine vorgeschriebene Schulabschluss-Hürde – grundsätzlich kann sich jeder bewerben. In der Praxis suchen Betriebe meistens Bewerber/innen mit Hauptschulabschluss oder besser. Wichtige Schulfächer, die dir weiterhelfen:
- Mathematik – für Berechnungen von Maßen, Flächen und Mengen
- Physik und Chemie – um Materialeigenschaften zu verstehen
- Werken/Technik – für das Lesen von Skizzen und technischen Zeichnungen
Und danach?
Nach der Gesellenprüfung hast du als Böttcher/in verschiedene Wege offen. Du kannst dich in Spezialbereichen wie Weinlagertechnik oder Lebensmittelbehälter weiterentwickeln, dich zum Meister weiterbilden und deinen eigenen Betrieb aufmachen oder Auszubildende anleiten. Über den Meistertitel ist auch ein Studium an einer Fachhochschule möglich. Der Beruf ist selten, aber genau deshalb ist gutes Fachpersonal sehr gefragt.
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Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.
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