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Ausbildungsberuf

Bogenmacher/Bogenmacherin

Als Bogenmacher/in fertigst du von Hand hochwertige Streichbögen für Geige, Cello und Co. – ein seltenes Handwerk, das Präzision, Gefühl für Materialien und Liebe zur Musik vereint.

Dauer

3 Jahre

Empfohlen

Ohne / Hauptschule

Vergütung

520–800 €

Das interessiert dich hier

Handwerk & AnpackenGestalten & KreativesMit Menschen arbeiten

Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ

Perspektive

Meister / Techniker / FachwirtSelbstständigkeit möglichSpezialisierung

Was macht man als Bogenmacher/in?

Du stellst Streichbögen für klassische Musikinstrumente wie Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass her – und das fast vollständig von Hand. Dabei arbeitest du mit edlen Hölzern, Pferdehaaren und Metallen, formst filigrane Einzelteile und fügst sie zu einem spielfertigen Bogen zusammen. Am Ende deiner Arbeit hält ein Musiker ein Präzisionswerkzeug in der Hand, das Töne zum Klingen bringt.

  • Entwürfe für Bögen erstellen und Maße auf Werkstücke übertragen
  • Holz, Edel­metalle und Pferdehaare auswählen, bearbeiten und verarbeiten
  • Bogenstangen erhitzen, biegen und in Form bringen
  • Frosch (das untere Ende des Bogens) anfertigen und Metallteile einpassen
  • Oberflächen schleifen, beizen, lackieren und polieren
  • Bögen behaaren, spielfertig einstellen und auf Qualität prüfen
  • Historische und beschädigte Bögen reparieren
  • Kund:innen beim Kauf oder bei der Reparatur beraten

Passt das zu dir?

Dieses Handwerk ist etwas für dich, wenn du gerne mit deinen Händen arbeitest und dabei absolut präzise vorgehst. Du schätzt hochwertige Materialien, hast ein gutes Auge für Details und bringst Geduld mit – denn ein einzelner Bogen braucht viele Arbeitsstunden. Wenn du außerdem Interesse an Musik oder Instrumentenkunde hast, wirst du dich in diesem Beruf wohlfühlen.

Voraussetzungen

Einen vorgeschriebenen Schulabschluss gibt es nicht, aber die meisten Betriebe erwarten mindestens einen Hauptschulabschluss. Wichtiger sind handwerkliches Geschick, Sorgfalt und räumliches Vorstellungsvermögen. Grundkenntnisse in Mathematik helfen dir beim Messen und Anpassen. Weil es nur wenige Ausbildungsplätze gibt, lohnt sich frühzeitiges Bewerben und ein Schnupperpraktikum in einer Werkstatt.

Und danach?

Mit dem Gesellenbrief kannst du in spezialisierten Werkstätten, Musikhäusern oder im Restaurierungsbereich arbeiten. Wer mehr will, kann die Meisterprüfung im Bogenmacher-Handwerk ablegen und sich später selbstständig machen oder eine eigene Werkstatt eröffnen. Auch Weiterbildungen im Instrumentenbau oder im Bereich Restaurierung historischer Bögen sind möglich.

Passende Ausbildungsplätze

Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.

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