
Edelsteinfasser/Edelsteinfasserin
Als Edelsteinfasser/in setzt du Edelsteine und andere Besatzmaterialien präzise in Schmuck und Gerät ein – ein Handwerk, das Fingerspitzengefühl, gestalterisches Talent und technisches Know-how vereint.
Dauer
3,5 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
500–900 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Edelsteinfasser/in?
Du arbeitest an wunderschönen Dingen: Ringe, Anhänger, Broschen und edles Gerät bekommen durch dich erst ihren letzten, entscheidenden Schliff. Deine Hauptaufgabe ist das Fassen – also das Einsetzen von Edelsteinen, Perlen oder anderen Besatzmaterialien in die passenden Metallfassungen. Dabei arbeitest du mit winzigen, oft wertvollen Steinen und brauchst eine ruhige Hand und ein gutes Auge für Präzision. Je nach Schmuckstück erzeugst du verschiedene Fassungstypen: Zargenfassungen, Chatonfassungen oder aufwendige Verschnittfassungen, bei denen Steine nahtlos nebeneinander gesetzt werden.
- Edelsteine und andere Besatzmaterialien prüfen, auswählen und passend zuordnen
- Verschiedene Fassungstypen herstellen und Steine fachgerecht einsetzen
- Schmuck und Gerät entwerfen – von Hand und am Computer (2D und 3D)
- Metalle bearbeiten: schmelzen, legieren, gießen, schleifen und polieren
- Galvanische Überzüge herstellen und Oberflächen veredeln
- Werkzeuge wie Stichel und Punzen selbst anfertigen
- Schmuck reparieren, auf- oder umarbeiten
- Kunden beraten und Qualitätskontrollen durchführen
Passt das zu dir?
Wenn du gerne mit den Händen arbeitest, ein Auge für Details hast und dich künstlerisch-technische Aufgaben begeistern, ist das hier dein Ding. Du bist geduldig, arbeitest sorgfältig und hast Freude daran, etwas wirklich Hochwertiges zu erschaffen. CAD-Software und moderne Fertigungstechnik gehören heute genauso dazu wie traditionelles Handwerk – ein Mix, der den Beruf spannend und zukunftsfähig macht.
Voraussetzungen
Einen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss gibt es nicht, aber die meisten Betriebe erwarten mindestens einen guten Hauptschulabschluss. Wichtiger sind Geschick und Fingerfertigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen sowie Interesse an Gestaltung und Werkstoffen. Grundkenntnisse in Mathematik und Chemie sind hilfreich, zum Beispiel beim Legieren von Metallen oder beim Anfertigen von Zeichnungen.
Und danach?
Nach deiner Ausbildung kannst du dich in Richtung Schmuckdesign oder CAD-Konstruktion spezialisieren. Mit einem Meistertitel hast du die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu eröffnen oder Auszubildende selbst zu unterrichten. Wer noch weiter will, kann über Abendkurse oder ein Studium (z.B. Schmuckdesign, Metallgestaltung) weiterkommen. In der Schmuck- und Uhrenindustrie gibt es außerdem Chancen, international zu arbeiten.
Passende Ausbildungsplätze
Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.
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