
Figurenkeramformer / Figurenkeramformerin
Als Figurenkeramformer/-formerin stellst du kunstvolle Keramikfiguren und -objekte her – vom Einformen der Figurenteile über den Guss bis hin zum Zusammensetzen und Retuschieren fertiger Figuren.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
650–850 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Figurenkeramformer/-formerin?
Du arbeitest in der feinkeramischen Industrie und bringst Ton und Masse in Form – buchstäblich. Ob detailreiche Porzellanfiguren, kunsthandwerkliche Keramikobjekte oder hochwertiges Geschirr: Du bist an jedem Schritt beteiligt, der aus einer formlosen Masse ein fertiges Stück macht. Das bedeutet viel Handarbeit, ein gutes Gespür für Proportionen und jede Menge handwerkliches Können.
- Du formst hohle und volle Figurenteile nach Modell – per Hand oder mit speziellen Formen
- Du gießt Figurenteile im Hohl- und Vollgussverfahren und bearbeitest die Rohlinge nach
- Formennähte werden sorgfältig abgetragen, die Oberfläche glattgezogen und retuschiert
- Mehrteilige Figuren setzt du präzise zusammen und verbindest die Einzelteile so, dass keine Fugen sichtbar bleiben
- Du bereitest Rohlinge für den Brand vor und fertigst passgenaue Stützen an, damit die Figuren sich beim Brennen nicht verformen
- Trocknungsfehler erkennst du frühzeitig und weißt, wie du sie beheben kannst
- Außerdem gießt, drehst und stellst du Geschirr fertig – von Hohlgeschirr bis Flachgeschirr
Passt das zu dir?
Dieser Beruf ist ideal für dich, wenn du gerne mit den Händen arbeitest, Freude an präzisen, geduldigen Tätigkeiten hast und ein Auge für Formen und Proportionen mitbringst. Du liebst es, wenn am Ende des Tages etwas Greifbares dabei rauskommt – ein Objekt, das vorher noch nicht existiert hat. Kreativität und handwerkliche Sorgfalt sind hier gefragt, aber auch Teamfähigkeit, denn in der Produktion zieht man gemeinsam an einem Strang.
Voraussetzungen
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – auch mit Hauptschulabschluss kannst du einsteigen. Wichtig sind vor allem:
- Geschick und Feingefühl beim Arbeiten mit den Händen
- Gutes Auge für Details und räumliches Vorstellungsvermögen
- Grundkenntnisse in Kunst/Werken helfen beim freien Gestalten von Figuren
- Mathematik ist nützlich, um Proportionen richtig einzuschätzen
- Geduld und Sorgfalt – denn Keramik verzeiht keine Eile
Und danach?
Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben der feinkeramischen Industrie, zum Beispiel in der Porzellanherstellung oder bei Keramikmanufakturen. Mit Berufserfahrung kannst du dich auf bestimmte Techniken spezialisieren oder in Richtung Qualitätskontrolle weiterentwickeln. Wer mehr Verantwortung übernehmen möchte, kann eine Weiterbildung zum Industriemeister Glas und Keramik anstreben oder sich selbstständig machen – zum Beispiel als Keramiker/-in mit eigenem Atelier.
Passende Ausbildungsplätze
Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.
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