
Flachglastechnologe/Flachglastechnologin
Als Flachglastechnologe/-technologin schneidest, bearbeitest und veredelst du Flachglas industriell – von der Scheibe im Hochhaus bis zum Sicherheitsglas im Auto oder Brandschutzglas in Bürogebäuden.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Mittlere Reife
Vergütung
850–1.100 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Untersuchend-forschend
Perspektive
Was macht man als Flachglastechnologe/-technologin?
Du arbeitest mit einem der ältesten und gleichzeitig modernsten Werkstoffe der Industrie: Glas. Als Flachglastechnologe/-technologin bist du mitten in der Produktion – du steuerst Hightech-Maschinen, die Glasscheiben millimetergenau zuschneiden, bearbeitest Kanten, veredelst Oberflächen und stellst Spezialgläser her. Ob Isolierverglasung für energieeffiziente Gebäude, entspiegeltes Glas für Solarpanele oder Verbundsicherheitsglas für Autos – du bist dabei, wenn aus einer schlichten Glasplatte ein hochwertiges Hightech-Produkt wird.
- Flachglas manuell und maschinell zuschneiden und Kanten bearbeiten
- Automatisierte Schneid- und Produktionsanlagen steuern und überwachen
- Oberflächen sandstrahlen, bedrucken (z.B. Digitaldruck) und versiegeln
- Gläser durch Laminieren oder Kleben zu Verbundglas fügen
- Sicherheitsglas durch thermisches Vorspannen herstellen
- Maschinen und Anlagen warten und instand halten
- Qualität prüfen – Maßhaltigkeit, Schleifbild, Oberflächenbeschaffenheit
- Digitale Prozessdaten erfassen und auswerten
Passt das zu dir?
Du bist genau richtig hier, wenn du gerne mit Maschinen und modernen Fertigungsanlagen arbeitest, präzise vorgehst und Qualität nicht dem Zufall überlässt. Der Job verbindet handwerkliches Können mit Technik und Digitalisierung – du arbeitest am Computer genauso wie direkt in der Produktion. Wenn du Lust hast, ein greifbares Produkt herzustellen, das am Ende in Gebäuden, Fahrzeugen oder Solaranlagen steckt, dann ist das dein Beruf.
Voraussetzungen
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor, aber in der Praxis starten die meisten Azubis mit einem mittleren Schulabschluss. Wichtiger als Noten sind technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und ein gutes Auge für Genauigkeit. Grundkenntnisse in Mathe und Physik helfen dir, die Maschinen zu verstehen und Prozessdaten richtig einzuschätzen. Farbenblindheit kann in manchen Bereichen ein Hindernis sein – check das lieber vorher ab.
Und danach?
Nach deiner Ausbildung hast du richtig gute Karten auf dem Arbeitsmarkt – die Glasindustrie sucht qualifizierte Fachkräfte, und der Bedarf wächst: Energieeffizienz, Solarenergie und moderner Fassadenbau treiben die Nachfrage an. Du kannst dich zum Industriemeister Glas weiterbilden, eine Technikerausbildung dranhängen oder mit dem Meisterbrief auch den Weg in die Selbstständigkeit wagen. Wer will, kann sogar über eine Meisterprüfung oder eine Aufstiegsförderung ein Studium beginnen.
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