
Glasmacher/Glasmacherin
Als Glasmacher/in formst du flüssiges Glas mit Hitze und Geschick zu Gebrauchsgegenständen und Kunstobjekten – ein Handwerk, das Präzision und kreatives Gefühl vereint.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
700–950 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Glasmacher/in?
Stell dir vor, du steckst eine Pfeife in flüssiges, glühendes Glas bei über 1000 Grad und formst es mit deinem Atem und deinen Händen zu einem Glas, einer Vase oder einem Kunstobjekt. Genau das ist der Alltag von Glasmachern und Glasmacherinnen. Du arbeitest in der Glasindustrie – mit Schmelzöfen, Werkzeugen und einer Menge handwerklichem Können, das du dir über die drei Ausbildungsjahre sorgfältig aufbaust.
- Du entnimmst flüssige Glasmassen aus dem Schmelzofen und formst sie durch Blasen, Drehen, Schwenken und Schneiden
- Du stellst Kölbel (Glasrohlinge) her und entwickelst sie zu fertigen Produkten weiter
- Du überfängst Glasposten mit farbigen Schichten für besondere Optiken
- Du erkennst Fehler in der Glasstruktur und beseitigst sie – oder sorgst dafür, dass es gar nicht erst dazu kommt
- Du steuerst und überwachst die Schmelzführung und achtest auf die richtige Temperatur
- Du arbeitest eng mit Entwurfsskizzen und setzt Designvorgaben handwerklich um
Passt das zu dir?
Dieser Beruf ist ideal für dich, wenn du gerne mit den Händen arbeitest, Hitze und körperliche Belastung kein Problem für dich sind und du ein Gefühl für Material und Form hast. Du brauchst Geduld und Konzentration – denn beim Glasformen zählt jede Sekunde. Gleichzeitig ist es ein kreativer Job: Kein Glasstück sieht exakt wie das andere aus, besonders wenn du frei formst.
Voraussetzungen
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor – du kannst also auch mit Hauptschulabschluss einsteigen. Trotzdem helfen dir gute Noten in Mathematik (zum Beispiel für Mischungsverhältnisse), Chemie (du arbeitest mit verschiedenen Glassorten und deren Eigenschaften) und Werken oder Technik. Wichtiger als Noten ist aber dein handwerkliches Geschick und deine Bereitschaft, in einer heißen Produktionsumgebung zu arbeiten.
Und danach?
Nach der Ausbildung kannst du dich weiter spezialisieren – zum Beispiel in der Heißveredelung oder im Kunstglas. Mit Berufserfahrung und dem richtigen Engagement ist auch eine Meisterprüfung möglich, die dir den Weg in die Selbstständigkeit oder in leitende Positionen öffnet. Wer möchte, kann auch ein Studium im Bereich Glastechnik oder Materialwissenschaften dranhängen.
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Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.
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