
Hörakustiker / Hörakustikerin
Als Hörakustiker/in passt du Hörgeräte an, führst Hörtests durch und hilfst Menschen, ihren Alltag mit Höreinschränkungen besser zu meistern – ein Beruf, der Technik und Menschlichkeit verbindet.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
620–900 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Sozial · Praktisch-technisch · Untersuchend-forschend
Perspektive
Was macht man als Hörakustiker/in?
Du bist die erste Anlaufstelle für Menschen, die schlecht hören. Das bedeutet: Du analysierst das Hörvermögen deiner Kunden mit modernen Messgeräten, berätst sie bei der Auswahl des richtigen Hörgeräts und passt es individuell an – bis es wirklich perfekt sitzt und klingt. Dabei arbeitest du sowohl mit hochentwickelter Audiotechnik als auch ganz nah am Menschen.
- Hörtests durchführen – von der Reintonaudiometrie bis zur Sprachaudiometrie
- Ohr-Abformungen nehmen und individuelle Otoplastiken (Ohrpassstücke) herstellen
- Hörgeräte und Hörassistenzsysteme auswählen, einstellen und feinabstimmen
- Kunden und Patientinnen einfühlsam beraten und in die Bedienung einweisen
- Wartung, Reinigung und Reparatur von Hörgeräten und Zubehör
- Abrechnungen mit Krankenkassen und weiteren Kostenträgern abwickeln
- Nachsorgetermine begleiten und Kunden langfristig betreuen
Passt das zu dir?
Wenn du gern mit Menschen zusammenarbeitest, Freude an Technik und feiner Handarbeit hast und empathisch auf unterschiedliche Lebenssituationen eingehen kannst, bist du hier genau richtig. Geduld ist wichtig – besonders ältere Kunden brauchen manchmal etwas mehr Zeit. Gleichzeitig macht es richtig Spaß, wenn du siehst, wie jemand nach der Versorgung wieder besser am Leben teilnehmen kann.
Voraussetzungen
Für die Ausbildung zur Hörakustiker/in brauchst du mindestens einen guten Hauptschulabschluss, viele Betriebe bevorzugen aber einen mittleren Schulabschluss. Wichtiger als die Noten sind ein gutes Gefühl für Technik, Fingerfertigkeit und echtes Interesse an Menschen. Kenntnisse in Physik und Biologie sind ein Plus – schließlich dreht sich alles um Schall und das Gehör.
Und danach?
Nach deiner Ausbildung kannst du dich zum Hörgeräteakustikermeister weiterbilden und damit sogar einen eigenen Betrieb eröffnen. Auch ein Studium der Hörakustik oder Audiotechnik ist möglich, und Spezialisierungen – etwa auf Kinder-Audiologie oder technische Audiosysteme – öffnen weitere Türen. Die Branche wächst: Mit einer alternden Gesellschaft steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften stetig.
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