
Klavier- und Cembalobauer/Klavier- und Cembalobauerin
Du baust und restaurierst Klaviere, Flügel und Cembali – von der Mechanik bis zur Oberfläche. Ein Handwerk, das Präzision, Klanggefühl und echte Leidenschaft für Musik vereint.
Dauer
3,5 Jahre
Empfohlen
Mittlere Reife
Vergütung
500–800 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Klavier- und Cembalobauer?
Als Klavier- und Cembalobauer bist du Teil eines der ältesten und anspruchsvollsten Handwerke überhaupt. Du baust Tasteninstrumente – vom modernen Konzertflügel bis zum historischen Cembalo – von Grund auf oder bringst alte, beschädigte Instrumente wieder zum Klingen. Dabei arbeitest du mit Holz, Metall, Filz, Leder und gespannten Saiten. Jeder Handgriff hat Einfluss auf den späteren Klang.
- Holzteile zuschneiden, formen und verleimen (Resonanzboden, Gehäuse, Tastatur)
- Hammerköpfe und Mechanikteile herstellen oder einbauen
- Saiten aufziehen und auf exakte Spannung bringen
- Instrumente intonieren – also den Klang durch Bearbeitung der Hammerköpfe feinjustieren
- Stimmarbeiten durchführen und die Temperierung prüfen
- Historische Instrumente restaurieren und originalgetreu aufarbeiten
- Kundinnen und Kunden beraten, z.B. beim Kauf oder bei Pflege und Wartung
Passt das zu dir?
Wenn du Musik liebst, handwerklich geschickt bist und eine ruhige, konzentrierte Arbeitsweise mitbringst, bist du hier goldrichtig. Du wirst nicht am Fließband stehen – jeder Auftrag ist ein bisschen anders. Du brauchst ein gutes Gehör (Töne erkennen und einschätzen können), ein sicheres Händchen für Feinarbeit und die Geduld, Dinge wirklich perfekt zu machen. Wer Abwechslung sucht, findet sie hier: Neubau, Reparatur, Restaurierung und Kundenberatung gehören alle dazu.
Voraussetzungen
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Handwerk nicht vor – aber mit einem mittleren Schulabschluss hast du die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Wichtiger sind praktisches Geschick, Sorgfalt und echtes Interesse an Musik und Holzbearbeitung. Ein Praktikum in einer Werkstatt lohnt sich vor der Bewerbung auf jeden Fall.
Und danach?
Nach der Ausbildung kannst du in Klavierbau-Werkstätten arbeiten, bei Musikhäusern, in der Restaurierung oder im Handel. Mit der Meisterprüfung darfst du selbst ausbilden und dich selbstständig machen. Wer tiefer einsteigen will, kann ein Studium der Musikinstrumententechnik oder Musikwissenschaft dranhängen. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist überschaubar – aber wer diese Ausbildung hat, ist gefragt und selten ohne Arbeit.
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