
Leuchtröhrenglasbläser/Leuchtröhrenglasbläserin
Du biegst und formst Glasröhren zu leuchtenden Schriftzügen und Designs – mit Feuer, Geschick und einem guten Auge für Form und Technik. Leuchtröhrenglasbläser bringen Neonleuchten und andere Leuchtröhren zum Strahlen.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
1.090–1.250 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Künstlerisch-kreativ
Perspektive
Was macht man als Leuchtröhrenglasbläser?
Stell dir vor, du hältst eine Glasröhre über eine Flamme, biegst sie millimetergenau in Form – und am Ende leuchtet dein Werk in einem Schaufenster oder an einer Hausfassade. Genau das ist der Job eines Leuchtröhrenglasbläsers. Du arbeitest mit Glas, Edelgasen und elektrischen Bauteilen, um Leuchtröhren herzustellen, die in Werbung, Architektur und Kunst zum Einsatz kommen.
- Glasröhren erhitzen, biegen, verengen und aufblasen – an Tisch- und Handgebläsen
- Leuchtstoffe einbringen und Elektroden verarbeiten
- Röhren evakuieren und mit Edelgasen wie Neon oder Argon befüllen
- Fertige Leuchtröhren auf Leuchtkraft, Passgenauigkeit und Fehler prüfen
- Leuchtröhren reparieren und wiederaufarbeiten
- Elektrotechnische Grundkenntnisse anwenden, z.B. Spannungsbedarf berechnen
Passt das zu dir?
Dieser Beruf ist genau das Richtige für dich, wenn du handwerkliches Geschick mitbringst und gerne mit deinen Händen arbeitest. Du brauchst ein gutes Gefühl für Präzision und Geduld – denn Glas verzeiht keine Fehler. Außerdem solltest du kein Problem damit haben, regelmäßig mit offenen Flammen und Gefahrenstoffen wie Quecksilber umzugehen. Wer Physik, Chemie und Werken in der Schule mochte, ist hier klar im Vorteil.
Voraussetzungen
Offiziell ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben – mit einem Hauptschulabschluss kannst du dich also direkt bewerben. Trotzdem helfen dir gute Noten in diesen Fächern enorm weiter:
- Mathematik – für Berechnungen rund um Spannung und Leistung
- Physik – um elektrische Größen zu verstehen
- Chemie – für den sicheren Umgang mit Leuchtstoffen und Gasen
- Werken/Technik – handwerkliches Grundverständnis und technisches Zeichnen
Und danach?
Nach deiner Ausbildung bist du ein echter Spezialist auf einem Nischengebiet, das kaum jemand kennt – was dich wertvoll macht. Du kannst dich in der Glasverarbeitung oder der Beleuchtungstechnik weiter spezialisieren, eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker anpacken oder dich irgendwann sogar selbstständig machen. Wer das Handwerk liebt, findet hier eine solide Basis für eine langfristige Karriere in einer kleinen, aber feinen Branche.
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