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AusbildungsberufHandwerk & Bau

Manufakturporzellanmaler/Manufakturporzellanmalerin

Als Manufakturporzellanmaler/in veredelst du hochwertiges Porzellan mit handgemalten Dekoren – von klassischen Blumenranken bis zu feinen Goldrändern. Dieser traditionelle Kunsthandwerksberuf vereint malerisches Talent mit handwerklicher Präzision.

Dauer

3,5 Jahre

Empfohlen

Ohne / Hauptschule

Vergütung

1.200–1.400 €

Das interessiert dich hier

Gestalten & KreativesHandwerk & Anpacken

Interessens-Typ (RIASEC): Künstlerisch-kreativ · Praktisch-technisch

Perspektive

ZukunftssicherSelbstständigkeit möglichSpezialisierungStudium möglich

Was machst du als Manufakturporzellanmaler/in?

Du verwandelst weißes Porzellan in Kunstwerke. In einer Porzellanmanufaktur trägst du Dekore per Hand auf Tassen, Teller, Vasen oder Figuren auf – mit Pinsel, Feder oder Spezialwerkzeug. Dabei arbeitest du mit Edelmetallen wie Gold und Platin genauso wie mit leuchtenden Scharffeuerfarben, die erst nach dem Brennen richtig aufleuchten. Kein Stück ist wie das andere – du brauchst ein ruhiges Händchen, ein gutes Auge für Farbe und echte Leidenschaft fürs Handwerk.

  • Dekore nach Vorlagen und eigenen Entwürfen aufmalen
  • Linien, Ränder und Bänder mit höchster Präzision ziehen
  • Lasur- und Staffiertechniken anwenden
  • Aufgeschmolzene Edelmetalle (Gold, Platin) nacharbeiten und polieren
  • Farben und Malmittel mischen und aufeinander abstimmen
  • Verschiedene Abdeck- und Aussprengtechniken einsetzen
  • Monogramme, Schriftzüge und Wappenmotive zeichnen
  • Qualität der fertigen Stücke prüfen

Passt das zu dir?

Dieser Beruf ist genau dein Ding, wenn du Geduld mitbringst und keine Angst vor konzentrierter, ruhiger Arbeit hast. Du sitzt viel am Tisch und arbeitest sehr fein – das braucht Ausdauer. Gleichzeitig kannst du deine eigene künstlerische Handschrift entwickeln und wirst Teil einer langen Tradition: Manufakturporzellan aus Deutschland ist weltweit gefragt und steht für höchste Qualität.

Voraussetzungen

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss Pflicht – in der Praxis bringen viele Bewerber/innen einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife mit. Wichtiger als die Zeugnisse sind allerdings deine künstlerischen Fähigkeiten. Kunstunterricht ist eine tolle Basis: Wer schon mit Farben und Pinseln gearbeitet hat und ein Gespür für Formen und Proportionen mitbringt, startet mit Vorsprung. Grundkenntnisse in Mathematik helfen beim Umrechnen von Maßen und beim genauen Platzieren von Dekoren.

Und danach?

Nach der Ausbildung hast du mehrere Wege offen. Du kannst dich in bestimmten Techniken spezialisieren – zum Beispiel auf Blumenmalerei, Figurenmotive oder Goldarbeiten. Mit Weiterbildungen erweiterst du dein Können und kannst in leitende Rollen wechseln. Wer unternehmerisch denkt, macht sich vielleicht eines Tages selbstständig – als freischaffende/r Kunsthandwerker/in oder mit einem eigenen Atelier. Ein Studium in Kunst, Design oder Kunstgeschichte ist ebenfalls möglich und öffnet Türen in Richtung Produktentwicklung oder Museumsarbeit.

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