
Thermometermacher/Thermometermacherin
Als Thermometermacher/in stellst du Messgeräte für Temperatur und Druck her – von medizinischen Fieberthermometern bis zu industriellen Präzisionsinstrumenten. Du arbeitest mit Glas, Metall und modernster Messtechnik.
Dauer
3 Jahre
Empfohlen
Ohne / Hauptschule
Vergütung
620–850 €
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Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Untersuchend-forschend
Perspektive
Was macht man als Thermometermacher/in?
Du baust Messgeräte, auf die sich Ärzte, Labore und die Industrie verlassen. Ob ein Fieberthermometer, ein Präzisionsmanometer oder ein Temperaturmessfühler für eine Chemiefabrik – du stellst sicher, dass jede Anzeige exakt stimmt. Dafür arbeitest du mit Glas, Metall, Kunststoff und empfindlicher Elektronik.
- Glasrohre und Metall-Gehäuse für Thermometer und Druckmessgeräte be- und verarbeiten
- Messskalen anlegen, gravieren oder aufdrucken
- Fülllösungen (z. B. Gallium oder Spezialöle) einfüllen und Geräte versiegeln
- Fertige Geräte auf Genauigkeit kalibrieren und prüfen
- Elektronische Sensoren und digitale Anzeigen einbauen und testen
- Qualitätskontrollen durchführen und Messprotokolle dokumentieren
- Produktionsprozesse beobachten und kleinere Störungen beheben
Passt das zu dir?
Du hast ein gutes Gespür für Präzision – kleine Abweichungen fallen dir sofort auf. Du arbeitest gerne konzentriert und sorgfältig, weil bei Messgeräten Genauigkeit keine Verhandlungssache ist. Handwerkliches Geschick ist wichtig, aber auch technisches Verständnis: Du musst wissen, warum ein Messgerät so funktioniert, wie es funktioniert. Wenn dir die Kombination aus Handwerk, Physik und Qualitätsdenken liegt, bist du hier genau richtig.
Voraussetzungen
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Berufsgesetz nicht vor – in der Praxis bevorzugen viele Betriebe aber Bewerber/innen mit einem guten Hauptschul- oder Realschulabschluss. Wichtig sind vor allem:
- Gute Noten in Physik und Mathematik (Maße, Einheiten, Toleranzen)
- Sorgfalt und Fingerfertigkeit – du arbeitest teilweise mit sehr kleinen Bauteilen
- Technisches Interesse und Freude am Verstehen von Mess- und Prüfverfahren
- Konzentrationsfähigkeit, weil Fehler bei Messgeräten gefährlich werden können
Und danach?
Mit deiner Ausbildung öffnen sich dir Türen in der Feinwerk- und Medizintechnik, der Messtechnik-Industrie und der Qualitätskontrolle. Du kannst dich zum Techniker oder Meister weiterbilden, eine Spezialisierung in der Elektronik oder Automatisierung anstreben oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Wer das Abitur nachholt, kann auch ein Studium in der Physikalischen Technik oder im Ingenieurwesen draufsetzen.
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