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AusbildungsberufWirtschaft & Verwaltung

Archivar / Archivarin

Archivare sichern das Gedächtnis von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft: Sie übernehmen, bewerten, ordnen und erschließen Unterlagen – analog wie digital –, erhalten sie dauerhaft und machen sie für Forschung und Öffentlichkeit nutzbar.

Dauer

3 Jahre

Empfohlen

Mittlere Reife

Vergütung

1.218–1.314 €

Das interessiert dich hier

Büro, Planung & OrganisationComputer & ITMit Menschen arbeiten

Interessens-Typ (RIASEC): Ordnend-verwaltend · Untersuchend-forschend

Perspektive

Digital & KIZukunftssicherSystemrelevantStudium möglichSpezialisierungFührungslaufbahn

Was macht man als Archivar/in?

Archive sind das Langzeitgedächtnis von Behörden, Unternehmen, Kirchen, Vereinen und Medien. Als Archivar/in entscheidest du mit, welche Unterlagen dauerhaft aufbewahrt werden, bringst sie in eine nachvollziehbare Ordnung und sorgst dafür, dass man sie auch in 50 oder 500 Jahren noch findet und lesen kann.

Deine Aufgaben sind zum Beispiel:

  • Übernehmen & Bewerten: Du prüfst Akten, Urkunden, Fotos, Karten oder digitale Daten und entscheidest, was archivwürdig ist.
  • Ordnen & Erschließen: Du verzeichnest die Bestände in Findbüchern und Archivdatenbanken, vergibst Signaturen und schreibst Beschreibungen.
  • Erhalten: Du lagerst das Archivgut fachgerecht (Klima, Verpackung), schützt es vor Verfall und veranlasst Restaurierungen.
  • Digitalisieren: Du scannst analoge Unterlagen und betreust die digitale Langzeitarchivierung von E-Akten und Daten.
  • Beraten: Du hilfst Forschenden, Behörden und Bürger/innen bei der Suche und legst Dokumente im Lesesaal vor.

Wo arbeitet man?

Typische Einsatzorte sind Staats-, Stadt- und Kreisarchive, dazu Kirchen-, Wirtschafts-, Hochschul-, Medien- und Spezialarchive. Der größte Teil der Stellen liegt im öffentlichen Dienst.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Der offizielle Ausbildungsberuf heißt Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (FaMI), Fachrichtung Archiv. Die Ausbildung ist dual und dauert 3 Jahre – du lernst im Archiv und in der Berufsschule (meist Blockunterricht). Themen sind u. a. Erschließung, Archivrecht und Datenschutz, Bestandserhaltung sowie Informations- und Medientechnik.

Das solltest du mitbringen

  • Sorgfalt, Ordnungssinn und Konzentration
  • Interesse an Geschichte, Recht und Verwaltung
  • Freude an Recherche und genauem Arbeiten
  • Verschwiegenheit (Datenschutz) und gutes sprachliches Ausdrucksvermögen
  • zunehmend wichtig: Spaß an digitalen Werkzeugen und Datenbanken

Was verdient man?

Im öffentlichen Dienst (TVAöD) liegt die Ausbildungsvergütung aktuell bei rund 1.220 € im 1., 1.270 € im 2. und 1.315 € im 3. Ausbildungsjahr (brutto/Monat). Nach der Ausbildung erfolgt die Eingruppierung meist in TVöD E5–E6 (ca. 2.900–3.400 € brutto, je nach Stufe und Arbeitgeber).

Wie geht es danach weiter?

  • Spezialisieren: z. B. Bestandserhaltung/Restaurierung, digitale Langzeitarchivierung oder Records Management.
  • Weiterbilden & Studieren: Mit (Fach-)Abitur ist ein Studium der Archiv- bzw. Informationswissenschaft möglich – der Weg in den gehobenen oder höheren Archivdienst (Diplom-Archivar/in), häufig als Beamtenlaufbahn.
  • Aufsteigen: bis hin zur Leitung eines Archivs oder einer Fachabteilung.

Gut zu wissen

Den FaMI-Beruf gibt es in fünf Fachrichtungen (Archiv, Bibliothek, Information und Dokumentation, Bildagentur, medizinische Dokumentation). Der klassische wissenschaftliche Archivar im höheren Dienst setzt ein einschlägiges Hochschulstudium voraus – die FaMI-Ausbildung ist der ideale praktische Einstieg ins Archivwesen.

Passende Ausbildungsplätze

Aktuell keine offene Stelle für diesen Beruf.

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