Bioverfahrenstechnik
Technik & Ingenieurwesen
Dual studierbar an 1 Hochschule
Abschluss
Bachelor of Engineering
Regelstudienzeit
3–4 Jahre (6–8 Semester)
Studienform
Praxisintegrierend
Vergütung / Monat
950–1.350 €
Einstiegsgehalt
Ø 46.000 €/Jahr
Zugang
(Fach-)Abitur
Das solltest du mitbringen
Interessen
Stärken & Skills
Interessens-Typ (RIASEC): Praktisch-technisch · Untersuchend-forschend · Ordnend-verwaltend
Worum geht es im dualen Studium Bioverfahrenstechnik?
Im dualen Studium Bioverfahrenstechnik verbindest du zwei Welten: die belebte Natur und die technische Produktion. Du lernst, wie biologische Prozesse – von Bakterienkulturen über Enzyme bis hin zu Zellen – industriell nutzbar gemacht werden. Das Studium ist ideal, wenn du dich für Biotechnologie, Ingenieurwesen und nachhaltige Produktion begeisterst und gleichzeitig von Anfang an echte Berufserfahrung sammeln willst.
Studieninhalte
- Grundlagen der Biologie, Mikrobiologie und Biochemie
- Verfahrenstechnik: Strömungslehre, Wärmeübertragung, Reaktortechnik
- Bioreaktoren und Fermentationstechnologie
- Aufarbeitung biologischer Produkte (Downstream Processing)
- Qualitätssicherung und regulatorische Anforderungen (z. B. GMP)
- Messtechnik, Automatisierung und Prozesssteuerung
- Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Bioproduktion
- Mathematik, Statistik und technisches Englisch
So läuft das duale Studium ab
Im dualen Modell wechselst du regelmäßig zwischen Hochschule und Praxisbetrieb. An der Hochschule eignest du dir das theoretische Fundament an – von Strömungsmechanik bis Gentechnikrecht. Im Unternehmen arbeitest du in echten Produktionsumgebungen, begleitest Fermentationsläufe, wirst in Analytiklabore eingebunden oder unterstützt bei der Prozessoptimierung. Während des gesamten Studiums erhältst du eine Ausbildungsvergütung, die je nach Betrieb und Region zwischen etwa 800 und 1.400 Euro im Monat liegt. Studiengebühren übernimmt in vielen Fällen dein Praxispartner.
Voraussetzungen
Als Zugangsvoraussetzung benötigst du in der Regel die Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife. Wichtiger als Bestnoten ist echtes Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern – vor allem Biologie, Chemie und Mathematik. Analytisches Denken, Sorgfalt im Umgang mit Messdaten und die Bereitschaft, in Schichtbetrieben oder Reinräumen zu arbeiten, bringen dich weiter. Vor Studienstart schließt du einen Ausbildungs- oder Kooperationsvertrag mit einem Unternehmen ab – die Bewerbung läuft also zunächst über den Betrieb.
Karriere & Perspektiven
Bioverfahrenstechnikerinnen und -techniker sind gefragte Fachkräfte in der Pharmaindustrie, der Lebensmittelproduktion, der Umwelttechnik und der Chemiebranche. Du kannst Prozesse in biopharmazeutischen Werken optimieren, in der Forschung und Entwicklung neue Produktionsverfahren aufbauen oder in der Qualitätssicherung regulatorische Standards sicherstellen. Mit wachsender Erfahrung stehen dir Positionen im Projektmanagement, in der Betriebsleitung oder auch die Weiterqualifizierung zum Master offen.
Abschluss
Das duale Studium Bioverfahrenstechnik schließt in der Regel mit dem Bachelor of Engineering (B. Eng.) ab. Dieser staatlich anerkannte Hochschulabschluss ist europaweit anerkannt und bildet eine solide Grundlage für einen weiterführenden Master – zum Beispiel in Biotechnologie, Prozessingenieurwesen oder Umwelttechnik.
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