Rechtspflege
Gesundheit & Pflege
Dual studierbar an 5 Hochschulen
Abschluss
Diplom (FH) / Bachelor of Laws (LL.B.)
Regelstudienzeit
3 Jahre (6 Semester)
Studienform
Ausbildungsintegrierend
Vergütung / Monat
1.200–1.400 €
Einstiegsgehalt
Ø 36.000 €/Jahr
Zugang
(Fach-)Abitur
Das solltest du mitbringen
Interessen
Stärken & Skills
Interessens-Typ (RIASEC): Ordnend-verwaltend · Sozial · Untersuchend-forschend
Worum geht es im dualen Studium Rechtspflege?
Im dualen Studium Rechtspflege übernimmst du eigenverantwortlich Aufgaben, die in anderen Ländern ausschließlich Richterinnen und Richtern vorbehalten sind. Als Rechtspflegerin oder Rechtspfleger arbeitest du im staatlichen Justizbereich und trägst maßgeblich dazu bei, dass Gerichtsverfahren reibungslos ablaufen. Du entscheidest selbstständig in Bereichen wie Grundbuch, Insolvenzrecht, Nachlassangelegenheiten oder Zwangsvollstreckung – und das direkt nach dem Studium.
Studieninhalte
- Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht
- Grundbuch- und Liegenschaftsrecht
- Insolvenzrecht und Zwangsvollstreckung
- Familien- und Erbrecht, Nachlassangelegenheiten
- Handels- und Gesellschaftsrecht, Registerrecht
- Strafrecht und Strafvollstreckung
- Öffentliches Recht und Verwaltungsrecht
- Betreuungsrecht und freiwillige Gerichtsbarkeit
So läuft das duale Studium ab
Das duale Studium Rechtspflege ist in der Regel ein Beamtenausbildungsstudium an Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung oder Verwaltungswissenschaften. Du wechselst zwischen Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen bei Gerichten, Staatsanwaltschaften oder anderen Justizbehörden. Typischerweise dauert das Studium sechs bis sieben Semester. Während des gesamten Studiums erhältst du eine Vergütung in Form von Anwärterbezügen – du musst also keine Studiengebühren aus eigener Tasche zahlen und verdienst gleichzeitig etwas dazu.
Voraussetzungen
Für das duale Studium Rechtspflege benötigst du in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Da das Studium in den meisten Bundesländern in den Beamtenstatus führt, wird außerdem die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaats vorausgesetzt. Gute Noten in Fächern wie Deutsch und Sozialkunde helfen ebenso wie analytisches Denkvermögen, Sorgfalt und ein grundlegendes Interesse an rechtlichen Zusammenhängen. Bewerben kannst du dich direkt bei den Landesjustizbehörden oder den jeweiligen Hochschulen.
Karriere & Perspektiven
Nach dem Studium arbeitest du direkt in der staatlichen Justiz – etwa beim Amtsgericht, Landgericht oder bei der Staatsanwaltschaft. Da Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger einen eigenen gesetzlich geregelten Zuständigkeitsbereich haben, ist das Berufsfeld klar abgesteckt und bietet langfristige Sicherheit im öffentlichen Dienst. Mit Berufserfahrung kannst du in leitende Positionen aufsteigen oder dich auf bestimmte Rechtsbereiche spezialisieren. Auch eine Weiterqualifikation zum Richteramt oder in andere Rechtsbereiche ist mit entsprechender Zusatzausbildung möglich.
Abschluss
Das duale Studium Rechtspflege schließt mit dem Diplom ab – je nach Hochschule als Dipl.-Rechtspfleger/in (FH). In einigen Bundesländern wird der Abschluss als Bachelor of Laws (LL.B.) vergeben. Mit dem Abschluss wirst du gleichzeitig in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen, sofern du die Laufbahnprüfung bestehst.
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