Den richtigen Ausbildungsplatz finden
So klappt’s mit deinem Start ins Berufsleben
Inhaltsverzeichnis· 13 Abschnitte▾
- 1. Wo finde ich einen Ausbildungsplatz?
- 2. Wie bewerbe ich mich auf einen Ausbildungsplatz richtig?
- 3. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz?
- 4. Wie finde ich heraus, welcher Ausbildungsplatz zu mir passt?
- 5. Welche Voraussetzungen muss ich für einen Ausbildungsplatz erfüllen?
- 6. Was steht im Ausbildungsvertrag – und was bedeutet das für mich?
- 7. Wie sieht der Start in den Ausbildungsalltag aus?
- 8. Wie viel verdiene ich in der Ausbildung – und welche Hilfen gibt es?
- 9. Was, wenn ich den Ausbildungsplatz wechseln oder abbrechen möchte?
- 10. Welche Wege stehen mir nach der Ausbildung offen?
- 11. Wie finde ich einen Ausbildungsplatz in meiner Region?
- Fazit: Dein Weg zum passenden Ausbildungsplatz – informierter, gezielter, erfolgreicher
- Finde jetzt deinen Ausbildungsplatz auf heyjobstarter.de!
Du suchst einen Ausbildungsplatz, weißt aber nicht genau, wo du anfangen sollst? In diesem umfassenden Glossarartikel erfährst du alles, was du über die Suche, Auswahl, Bewerbung und den Start in deine Ausbildung wissen musst. Ob dual oder schulisch, ob im Handwerk, Büro oder im sozialen Bereich – wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Wunsch-Ausbildungsplatz findest, was du mitbringen solltest, welche Rechte du hast und welche Möglichkeiten sich nach der Ausbildung ergeben.
Ein Muss für alle, die nicht nur irgendeinen Ausbildungsplatz suchen, sondern den richtigen.
1. Wo finde ich einen Ausbildungsplatz?
Die Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz ist heute einfacher als je zuvor – wenn du weißt, wo du suchen musst. Nutze dafür verschiedene Kanäle:
Online-Plattformen:
- Ausbildungsplatzbörsen wie heyjobstarter.de, azubiyo.de oder die Jobbörse der Agentur für Arbeit
- Karriereseiten von Unternehmen
- Branchenportale (z. B. handwerk.de oder pflegen-online.de)
Offline-Möglichkeiten:
- Berufsmessen und Ausbildungstage in deiner Region
- Schulveranstaltungen oder Beratungsangebote deiner Lehrkräfte
- Initiativbewerbungen bei regionalen Betrieben
Je früher du mit der Suche beginnst, desto größer ist die Auswahl. Beliebt sind vor allem Ausbildungen mit Start im August oder September – hier solltest du dich oft schon im Herbst des Vorjahres bewerben.
2. Wie bewerbe ich mich auf einen Ausbildungsplatz richtig?
Eine vollständige Bewerbung ist deine Eintrittskarte zum Wunsch-Ausbildungsplatz. Diese Unterlagen gehören dazu:
- Anschreiben (individuell auf das Unternehmen und die Stelle zugeschnitten)
- Lebenslauf (tabellarisch, aktuell, mit Foto – falls gewünscht)
- Zeugnisse (mindestens das letzte Schulzeugnis)
- ggf. Praktikumsnachweise oder Empfehlungsschreiben
Tipps für deine Bewerbung:
- Achte auf korrekte Rechtschreibung
- Verwende ein modernes Layout und ein professionelles Foto
- Passe dein Anschreiben an das Unternehmen an – keine Standardtexte!
- Nutze die Formate PDF für Online-Bewerbungen
Ein gutes Bewerbungsschreiben hebt deine Motivation und Stärken hervor. Und: Zeige, dass du dich mit dem Beruf und dem Unternehmen beschäftigt hast!
3. Wann ist der beste Zeitpunkt für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz?
Viele Unternehmen suchen ihre Azubis ein Jahr im Voraus. Deshalb ist der Herbst vor deinem Schulabschlussjahr ideal für die Bewerbung.
Bewerbungszeitraum nach Branchen:
- Große Unternehmen & Verwaltungen: ab August des Vorjahres
- Mittelständische Betriebe: meist ab Januar
- Handwerk & kleinere Betriebe: oft auch noch im Frühjahr/Sommer des Startjahres
Je früher du dich bewirbst, desto besser sind deine Chancen – vor allem bei beliebten Ausbildungsplätzen.
Tipp: Freie Ausbildungsstellen werden regelmäßig aktualisiert – schau öfter auf heyjobstarter.de vorbei!
4. Wie finde ich heraus, welcher Ausbildungsplatz zu mir passt?
Nicht jeder Beruf passt zu jedem. Überlege dir:
- Was macht dir Spaß?
- Was kannst du gut?
- In welchem Umfeld möchtest du arbeiten?
Hilfreiche Tools & Tests:
- Berufswahltests der Bundesagentur für Arbeit oder IHK
- Stärken-Profile (z. B. über das BO-Portal deiner Schule)
- Schnupperpraktika oder Ferienjobs zur Orientierung
Überlege auch, ob du eher ein handwerklicher, sozialer, kreativer oder organisatorischer Typ bist.
Und: Informiere dich über duale und schulische Ausbildungsformen – denn nicht alle Ausbildungen finden im Betrieb statt.
5. Welche Voraussetzungen muss ich für einen Ausbildungsplatz erfüllen?
Die Zugangsvoraussetzungen hängen vom Beruf ab:
Schulische Voraussetzungen:
- Für viele Berufe reicht ein Hauptschulabschluss (z. B. Verkäufer/in)
- Einige Berufe setzen die Mittlere Reife voraus (z. B. Industriekaufmann/-frau)
- Für duale Studiengänge benötigst du meist Abitur oder Fachabitur
Weitere Anforderungen:
- Ärztliche Eignungsuntersuchung (z. B. im Gesundheitswesen)
- Motivation und Soft Skills (Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit)
- ggf. körperliche Belastbarkeit oder technisches Verständnis
Tipp: Die Berufsberatung hilft dir, wenn du dir unsicher bist, was du erfüllst – oder welche Berufe zu deinem Profil passen.
6. Was steht im Ausbildungsvertrag – und was bedeutet das für mich?
Dein Ausbildungsvertrag regelt das Verhältnis zwischen dir und dem Ausbildungsbetrieb. Wichtig: Du hast Pflichten, aber auch viele Rechte!
Typische Inhalte im Vertrag:
- Beginn und Dauer der Ausbildung
- Ausbildungsvergütung
- Arbeitszeiten & Urlaub
- Probezeitregelung
- Ausbildungsziele und Einsatzbereiche
Wichtig: Laut BBiG (Berufsbildungsgesetz) dürfen bestimmte Punkte (z. B. Pflicht zur Übernahme) nicht zulasten des Azubis geregelt werden.
Tipp: Lies den Vertrag genau durch – am besten gemeinsam mit deinen Eltern oder einer Beratungsstelle.
7. Wie sieht der Start in den Ausbildungsalltag aus?
Der erste Tag in der Ausbildung ist aufregend – und der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Was dich erwartet:
- Vorstellung beim Team
- Überblick über deinen Arbeitsplatz
- Einführung in den Tagesablauf
- evtl. erste Aufgaben oder kleine Projekte
Tipps für die erste Woche:
- Sei pünktlich, freundlich und interessiert
- Stell Fragen, wenn du etwas nicht verstehst
- Notiere dir Namen und Abläufe
- Hab Geduld mit dir selbst – niemand erwartet Perfektion
Berufsschule und Praxis wechseln sich meist im Block- oder Teilzeitmodell ab. So lernst du Theorie und Praxis von Anfang an parallel.
8. Wie viel verdiene ich in der Ausbildung – und welche Hilfen gibt es?
Die Ausbildungsvergütung hängt stark vom Beruf, dem Betrieb und dem Bundesland ab.
Durchschnittliche Bruttogehälter im 1. Jahr:
- Bankkaufleute: ca. 1.100 €
- Pflegefachkräfte: ca. 1.040 €
- Handwerkliche Berufe: ca. 700–900 €
- Friseure/Floristen: teils unter 700 €
Wichtig: Ab 2020 gilt eine gesetzliche Mindestvergütung für Auszubildende ohne Tarifvertrag.
Zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten:
- BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) – für Azubis, die nicht mehr zu Hause wohnen
- BAföG – bei schulischen Ausbildungen
- Wohngeld – je nach Situation
- Nebenjob – erlaubt, aber begrenzt
Informiere dich bei der Agentur für Arbeit oder einer Sozialberatungsstelle über deine Optionen.
9. Was, wenn ich den Ausbildungsplatz wechseln oder abbrechen möchte?
Manchmal merkt man erst während der Ausbildung: Das ist doch nicht das Richtige für mich. Das ist völlig okay – wichtig ist, dass du nicht einfach aufgibst, sondern überlegt handelst.
Mögliche Gründe für einen Wechsel:
- falscher Beruf oder Betrieb
- persönliche oder gesundheitliche Probleme
- Probleme im Team oder mit der Ausbildungsgestaltung
Deine Möglichkeiten:
- Gespräch mit Ausbilder oder Vertrauensperson
- Beratung bei IHK, HWK oder Berufsberatung
- Wechsel des Ausbildungsplatzes mit Anrechnung der bisherigen Zeit
- Abbruch mit anschließendem Neustart
Tipp: Ein Ausbildungsabbruch ist kein Weltuntergang – aber es sollte ein bewusster Schritt sein. Hilfe findest du u. a. bei Ausbildungsberater*innen und Beratungsstellen wie der Jugendberufsagentur.
10. Welche Wege stehen mir nach der Ausbildung offen?
Nach der Ausbildung musst du nicht stehen bleiben – es gibt viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
Optionen nach der Ausbildung:
- Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb
- Wechsel in ein anderes Unternehmen
- Fortbildungen (z. B. Fachwirt, Meister)
- Berufsbegleitendes Studium
- Selbstständigkeit (z. B. im Handwerk)
Besonders beliebt sind sogenannte Aufstiegsfortbildungen – gefördert durch das Aufstiegs-BAföG.
Tipp: Plane deine nächsten Schritte schon während der Ausbildung – z. B. mit Weiterbildungsberatung oder dualem Studium on top.
11. Wie finde ich einen Ausbildungsplatz in meiner Region?
Viele Azubis möchten gern in ihrer Heimatstadt oder Region bleiben – das ist oft möglich, aber erfordert gezielte Suche.
Regionale Ausbildungsplatzsuche:
- Filtere Ausbildungsplätze nach PLZ oder Bundesland
- Informiere dich über regionale Branchen (z. B. Tourismus in Bayern, Industrie im Ruhrgebiet)
- Nutze lokale Jobmessen und Kontakte
Tipp: Heyjobstarter.de bietet dir eine regionale Suche nach Ausbildungsberufen – ob Ausbildung Berlin, NRW, Sachsen oder Bayern – hier findest du passende Stellen direkt in deiner Nähe.
Fazit: Dein Weg zum passenden Ausbildungsplatz – informierter, gezielter, erfolgreicher
Einen Ausbildungsplatz zu finden, ist ein wichtiger Schritt ins Berufsleben – und oft gar nicht so leicht. Doch mit der richtigen Vorbereitung, ehrlicher Selbsteinschätzung und etwas Mut gelingt dir der Einstieg. Nutze unsere Tipps, Tools und Informationen, um deinen Platz zu finden – fachlich und menschlich.
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