Animateur/in
Was macht man in diesem Beruf?
Animateure und Animateurinnen unterhalten die Gäste eines Hotels, einer Ferienanlage oder eines großen Campingplatzes mit einem bunten Angebot an Freizeit-, Sport-, aber auch kulturellen Aktivitäten. Dazu entwickeln sie eigene Konzepte, planen verschiedene Freizeitangebote und führen sie durch. Sie organisieren Spiele, Kanu-Ausflüge und sportliche Ereignisse wie Beachvolleyball- oder Tennisturniere. Sie bieten Bastel- und Malkurse an oder erteilen Unterricht im Tauchen, Segeln, Skifahren, Tennis oder in einer anderen Sportart. Für die kleinen Urlaubsgäste bieten sie kindgerechte Programme an. Je nach Arbeitsplatz sind Animateure und Animateurinnen auch für die Abendunterhaltung zuständig. Sie animieren die Gäste u.a. zu Gesellschaftsspielen, zum Erlernen landestypischer Volkstänze oder zur Teilnahme an Karaoke-Wettbewerben. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Animateure und Animateurinnen finden Beschäftigung in Hotels in Ferienanlagen und -clubs auf großen Campingplätzen in Erholungs- und Ferienheimen auf Kreuzfahrtschiffen Arbeitsorte: Animateure und Animateurinnen arbeiten in erster Linie im Service- oder Wellnessbereich von Freizeitanlagen auf Sportanlagen im Freien in Sporthallen und Gymnastikräumen in Werk- oder Aufenthaltsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Für den Zugang zur Ausbildung werden je nach Bildungseinrichtung z.B. ein Mindestalter, Fremdspra
Die Ausbildung im Überblick
Animateur/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.
Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
Ausbildungsinhalte
Gästekontakt und Service
Moderation, Rhetorik und Mikrofontraining
Kinderanimation
Sport- und Fitnessanimation
Unterhaltungsanimation
Abendprogramm (Tanztraining, Schauspiel- und Schminkschulung)
Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Animateure und Animateurinnen je nach Einsatzgebiet z.B. in Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche im In- oder Ausland.
Lernorte
Animateure und Animateurinnen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, Sport- und Freizeitplätze
bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): zu Hause, ggf. Unterrichtsräume, Sport- und Freizeitplätze bei Präsenzphasen
ggf. im Praktikum: Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche im In- oder Ausland
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Für den Zugang zur Ausbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert:
Mindestalter (z.B. 18 Jahre)
Fremdsprachenkenntnisse, z.B. in Englisch
ggf. Sport- oder Tanzausbildung
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Sport: z.B. Kenntnisse in Sportphysiologie
Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um fremdsprachige Gäste zu betreuen
Deutsch: z.B. um Gruppen bei Freizeitaktivitäten anzuleiten
Darstellendes Spiel/Musik: z.B. um Unterhaltungsprogramme wie Theateraufführungen oder Shows zu gestalten
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Animateure und Animateurinnen in Hotels, Ferienanlagen und -clubs, auf großen Campingplätzen, in Erholungs- und Ferienheimen oder auf Kreuzfahrtschiffen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Animateure und Animateurinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Tourismus, Freizeitwirtschaft, Animation bis hin zu Sport.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Betriebswirt bzw. Betriebswirtin für Tourismus zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tourismusmanagement erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit in Hotels oder Ferienanlagen.