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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Artist/in

Mindestens 3 Jahre Berufsfachschule

Was macht man in diesem Beruf?

Artisten und Artistinnen zeigen Darbietungen mit oder ohne Sportgeräte beziehungsweise andere Hilfsmittel. Abhängig von ihrer Spezialisierung balancieren sie beispielsweise auf dem Hochseil oder jonglieren. Sie arbeiten als sogenannte Schlangenmenschen, präsentieren waghalsige Sprünge und turnerische Elemente, zaubern oder bringen ihr Publikum zum Lachen. Ihre körperliche Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainieren sie täglich, um alle Abläufe der Kunststücke zu beherrschen und für die Vorstellungen stets fit zu bleiben. Darüber hinaus erledigen sie Bürotätigkeiten wie Abrechnungen, erstellen Werbemittel und akquirieren neue Auftritte. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Artisten und Artistinnen finden Beschäftigung in Freizeitparks im Zirkus in Varietés und Kleinkunstbühnen in der Film- und Fernsehwirtschaft Arbeitsorte: Artisten und Artistinnen arbeiten in erster Linie in Zirkuszelten auf Bühnen in Veranstaltungsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien in Büroräumen Welcher Schulabschluss wird erwartet? Für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) erforderlich. Die Berufsfachschulen wählen nach eigenen Kriterien aus. Worauf kommt es an? Anforderungen: Körperbeherrschung und Konzentration (z.B. beim Darbieten von Nummern der Luft- und Bodenakrobatik) Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. be

Die Ausbildung im Überblick

Artist/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule.

Sie dauert mindestens 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts erwirbt man beispielsweise Kenntnisse in folgenden Bereichen:
  • Akrobatik (Bodenakrobatik, Partnerakrobatik, Äquilibristik)

  • Jonglage

  • künstlerische Gymnastik und Tanz

  • Luftakrobatik (Trapez, Drahtseil)

  • Anatomie

  • Kulturgeschichte

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Ausbildungsaufbau

Beispiel für die Stundenverteilung
  • Berufsübergreifender Lernbereich:

    • Deutsch/Kommunikation: 240 Stunden

    • Wirtschafts- und Sozialkunde: 240 Stunden

    • Fremdsprache: 240 Stunden

    • Mathematik: 240 Stunden

    • Bildende Kunst: 240 Stunden

    Berufsübergreifender Lernbereich insgesamt: 1.200 Stunden

  • Beruflicher Lernbereich:

    • Fachtheoretischer Unterricht: 240 Stunden

    • Artistisches Spezialgebiet: 1.920 Stunden

    Beruflicher Lernbereich insgesamt: 2.160 Stunden

Gesamtstundenzahl:

3.360 Stunden

Lernorte

Artisten und Artistinnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernort ist

  • Berufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband), schuleigene Sporthallen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Mindestens ein Hauptschulabschluss ist erforderlich.

Weitere Voraussetzungen können je nach Bildungsangebot vorliegen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: z.B. um die körperlichen Anforderungen des Berufs zu erfüllen

  • Musik: z.B. für Musikalität und Rhythmusgefühl

  • Darstellendes Spiel: z.B. um Pantomimeelemente bei eigenen Programmen umzusetzen

Auswahlverfahren

Die fachliche und persönliche Eignung der Bewerber/innen wird anhand eines Eignungstests geprüft. Dieser beinhaltet diverse Trainings in unterschiedlichen Genres und eine Präsentation der eigenen Darbietung.

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Artisten und Artistinnen vor allem in Freizeitparks, im Zirkus, in Varietés und in der Film- und Fernsehwirtschaft.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Theater und Schauspiel bis hin zu Tanz.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit oder mit einer Schule für Akrobatik.