Artist/in
Was macht man in diesem Beruf?
Artisten und Artistinnen zeigen Darbietungen mit oder ohne Sportgeräte beziehungsweise andere Hilfsmittel. Abhängig von ihrer Spezialisierung balancieren sie beispielsweise auf dem Hochseil oder jonglieren. Sie arbeiten als sogenannte Schlangenmenschen, präsentieren waghalsige Sprünge und turnerische Elemente, zaubern oder bringen ihr Publikum zum Lachen. Ihre körperliche Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainieren sie täglich, um alle Abläufe der Kunststücke zu beherrschen und für die Vorstellungen stets fit zu bleiben. Darüber hinaus erledigen sie Bürotätigkeiten wie Abrechnungen, erstellen Werbemittel und akquirieren neue Auftritte. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Artisten und Artistinnen finden Beschäftigung in Freizeitparks im Zirkus in Varietés und Kleinkunstbühnen in der Film- und Fernsehwirtschaft Arbeitsorte: Artisten und Artistinnen arbeiten in erster Linie in Zirkuszelten auf Bühnen in Veranstaltungsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien in Büroräumen Welcher Schulabschluss wird erwartet? Für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) erforderlich. Die Berufsfachschulen wählen nach eigenen Kriterien aus. Worauf kommt es an? Anforderungen: Körperbeherrschung und Konzentration (z.B. beim Darbieten von Nummern der Luft- und Bodenakrobatik) Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. be
Die Ausbildung im Überblick
Artist/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule.
Sie dauert mindestens 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.
Ausbildungsinhalte
Akrobatik (Bodenakrobatik, Partnerakrobatik, Äquilibristik)
Jonglage
künstlerische Gymnastik und Tanz
Luftakrobatik (Trapez, Drahtseil)
Anatomie
Kulturgeschichte
Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.
Ausbildungsaufbau
Berufsübergreifender Lernbereich:
Deutsch/Kommunikation: 240 Stunden
Wirtschafts- und Sozialkunde: 240 Stunden
Fremdsprache: 240 Stunden
Mathematik: 240 Stunden
Bildende Kunst: 240 Stunden
Berufsübergreifender Lernbereich insgesamt: 1.200 Stunden
Beruflicher Lernbereich:
Fachtheoretischer Unterricht: 240 Stunden
Artistisches Spezialgebiet: 1.920 Stunden
Beruflicher Lernbereich insgesamt: 2.160 Stunden
3.360 Stunden
Lernorte
Artisten und Artistinnen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernort ist
Berufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband), schuleigene Sporthallen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Mindestens ein Hauptschulabschluss ist erforderlich.
Weitere Voraussetzungen können je nach Bildungsangebot vorliegen.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Sport: z.B. um die körperlichen Anforderungen des Berufs zu erfüllen
Musik: z.B. für Musikalität und Rhythmusgefühl
Darstellendes Spiel: z.B. um Pantomimeelemente bei eigenen Programmen umzusetzen
Auswahlverfahren
Die fachliche und persönliche Eignung der Bewerber/innen wird anhand eines Eignungstests geprüft. Dieser beinhaltet diverse Trainings in unterschiedlichen Genres und eine Präsentation der eigenen Darbietung.
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Artisten und Artistinnen vor allem in Freizeitparks, im Zirkus, in Varietés und in der Film- und Fernsehwirtschaft.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Theater und Schauspiel bis hin zu Tanz.
Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit oder mit einer Schule für Akrobatik.