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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Bildhauer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) Bildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Bildhauer/innen schaffen und gestalten plastische Kunstwerke. Sie nehmen Aufträge zur Realisierung eines bestimmten Themas entgegen oder entwickeln eigene künstlerische Ideen und setzen diese mit unterschiedlichen Materialien wie Ton, Holz, Stein, Keramik und Metall um. Zunächst erarbeiten sie z.B. zeichnerische Entwürfe und fertigen Modelle aus Ton, Knetmasse, Wachs oder Gips in natürlicher Größe oder verkleinertem Maßstab. Schließlich übertragen sie Maße und Umrisse des Modells bzw. Entwurfs auf den Werkstoff und bearbeiten diesen bis zur endgültigen Form. Sie planen und organisieren Ausstellungen, vermarkten und verkaufen ihre Kunstwerke und gestalten Kunstprojekte mit Kindern und Jugendlichen oder erteilen Unterricht. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Bildhauer/innen finden Beschäftigung in erster Linie in Stein- oder Holzbildhauerwerkstätten in Kunstschmieden Arbeitsorte: Bildhauer/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten und Ateliers auf dem Freigelände der Werkstatt Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch beim Kunden in Museen und Ausstellungsräumen auf öffentlichen und privaten Plätzen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden die allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife , die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang, praktische Erfahrung in der Bildhauerei sowie ggf. ein Mindestalter gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen:

Die Ausbildung im Überblick

Bildhauer/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen und praktischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Modellieren, Guss- und Abgusstechniken

  • Grundtechniken Holz-, Stein- und Metallbildhauerei

  • kunstgeschichtliche Epochen, Entwicklung der Kunstformen

  • Natur- und Porträtstudien

  • Installationen, Bewegungs- und Raumstudien

  • Zeichnen, Kunstbetrachtung, Zeitgenössische Kunst, Kunst- und Kulturgeschichte

  • Techniken, Akt, Komposition, Proportion

  • Projekt im öffentlichen Raum: Installation, Performance, Land-Art

  • Workshop: Künstlerische Praxis, Ausstellungen

Die eigene künstlerische Praxis spielt in dieser Ausbildung eine wichtige Rolle.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die Ausbildung an, arbeiten die angehenden Bildhauer/innen z.B. bei Bildenden Künstlern und Künstlerinnen oder Restauratoren und Restauratorinnen mit.

Lernorte

Bildhauer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Werkstätten, Ateliers

  • ggf. im Praktikum: z.B. Ateliers von Bildenden Künstlern und Künstlerinnen oder Restauratoren und Restauratorinnen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird die allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife oder die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang gefordert. Bei entsprechender künstlerischer Eignung ist der Zugang auch mit einem mittleren Bildungsabschluss möglich.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • Erfahrung im Umgang mit Techniken und Materialien der Bildhauerei

  • ggf. Mindestalter (z.B. 18 oder 20 Jahre)

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Werken/Technik: z.B. um mit Werkstoffen wie Stein, Ton, Metall und Holz umzugehen

  • Kunst: z.B. kunstgeschichtliches und -theoretisches Wissen

Auswahlverfahren

Die Bildungsanbieter wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Es wird i.d.R. Wert auf handwerklich-künstlerische Fähigkeiten gelegt, die z.B. durch eine Kunstmappe nachzuweisen sind.

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Bildhauer/innen in Steinbildhauerwerkstätten oder in Kunstschmieden.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Bildhauer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Bildhauerei bis hin zu Bild- und Schriftgestaltung.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Steinmetz- und Steinbildhauermeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bildende Künste erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als freie/r Künstler/in mit einem Atelier.