Croupier/Croupière
Was macht man in diesem Beruf?
Croupiers und Croupièren übernehmen im Casino die Spielleitung verschiedener Glücksspiele wie Roulette, Black Jack, Poker oder Baccara. Sie bereiten den Spieltisch und das Spiel vor, beispielsweise indem sie beim Roulette die Jetons bereitstellen und das Tableau, das eigentliche Spielfeld, aufbauen oder die Karten beim Kartenspiel mischen. Im Roulette z.B. platzieren sie nach den Annoncen der Gäste die Jetons mit dem Rateau auf den entsprechenden Feldern des Spieltischs, drehen den Roulette-Kessel, werfen die Spielkugel, sammeln, nachdem die Kugel in ein Nummernfach gefallen ist, verlorene Jetons ein und zahlen die Gewinne aus, nachdem sie die Zahlungsquoten im Kopf ausgerechnet haben. Dabei merken sie sich genau die Zahlenkombinationen der Gäste am Tisch. Sie beobachten das Spiel ständig und überwachen die Spieler/innen, denen sie auch die Regeln erklären und mit Rat zur Seite stehen. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Croupiers und Croupièren finden Beschäftigung in Spielbanken und Spielklubs. Arbeitsorte: Croupiers und Croupièren arbeiten in erster Linie in geschlossenen Räumen am Spieltisch. Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. I.d.R. werden ein Führungszeugnis gefordert, ggf. auch ein Mindestalter, Fremdsprachenkenntnisse sowie mathematisches Verständnis. Worauf kommt es an? Anforderungen: Beobachtungsgenauigkeit und psychische Belastbarkeit (z.B. für
Die Ausbildung im Überblick
Croupier/Croupière ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.
Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
Ausbildungsinhalte
Spielregeln und Fachausdrücke von Spielen wie Amerikanisches oder Französisches Roulette, Black Jack, Poker und Baccara
Aufbau des Tableaus und Verteilung der Felder im Roulette-Kessel, Übersicht über das Tableau
Automatenspiel
Einsatz- und Gewinnmöglichkeiten der verschiedenen Spiele
geschicktes Umgehen mit Jetons und Karten, Arbeiten mit dem Rateau, Einwerfen der Roulettekugel
Merkfähigkeit und Kopfrechnen
Kasse und Rezeption
Beachten von Sicherheitsaspekten
angemessener Umgang mit den Casinogästen, kompetentes Handeln in kritischen Situationen
Anwenden französischer und italienischer Fachbegriffe
Schließt sich eine Praxisphase bzw. ein Probearbeitsverhältnis an die Ausbildung an, arbeiten die angehenden Croupiers und Croupièren z.B. in einer Spielbank oder einem Spielcasino.
Lernorte
Croupiers und Croupièren werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Räumlichkeiten der ausbildenden Spielbank oder Casinoschule
ggf. im Praktikum: z.B. Spielbänke oder Spielcasinos
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Für den Zugang zur Ausbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert:
Führungszeugnis
Mindestalter (z.B. 18 Jahre)
Fremdsprachenkenntnisse
gutes mathematisches Verständnis
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Mathematik: z.B. um aus Einsätzen Gewinne zu berechnen
Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um sich mit fremdsprachigen Gästen zu verständigen
Ausbildungsvergütung
Für die Teilnahme an den Ausbildungskursen zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung erhält man keine Vergütung.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Croupiers bzw. Croupièren in Spielbanken und Spielklubs.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Croupiers bzw. Croupièren ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Freizeitwirtschaft bis hin zu Kommunikationstraining.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Tourismusfachwirt/in abzulegen.
Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tourismusmanagement erwerben.