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Disponent/in - Integrierte Leitstelle

3 Jahre (Vollzeit) Berufsfachschule und Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Disponenten und Disponentinnen einer Integrierten Leitstelle nehmen Notrufe entgegen und organisieren die passende Hilfe. In der Einsatzzentrale entscheiden sie, welche Einsatzkräfte gebraucht werden, z.B. Rettungswagen, Notarzt oder Feuerwehr, und alarmieren sie. Während des Einsatzes bleiben die Disponenten und Disponentinnen in Kontakt mit den Rettungskräften und passen die Planung bei Bedarf an. Sie begleiten den Einsatz vom Anfang bis zum Ende. Dabei arbeiten sie eng mit anderen Behörden wie der Polizei zusammen, um eine reibungslose Einsatzabwicklung zu gewährleisten. Wichtige Informationen wie Uhrzeiten, Maßnahmen und Entscheidungen werden genau dokumentiert. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Disponenten und Disponentinnen einer Integrierten Leitstelle finden Beschäftigung bei Berufsfeuerwehren bei Rettungsdiensten bei Flughafenfeuerwehren oder Feuerwehren der Fluggesellschaften bei Feuerwehren der Bundeswehr Arbeitsorte: Disponenten und Disponentinnen einer Integrierten Leitstelle arbeiten in erster Linie in Einsatzzentralen bzw. Leitstellen. Welcher Schulabschluss wird erwartet? Für die Ausbildung ist i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. Die Berufsfachschulen wählen nach eigenen Kriterien aus. Worauf kommt es an? Anforderungen: Hohe Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit (z.B. beim Entgegennehmen von Notrufen unter Zeitdruck) Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen (z.B. beim Erfassen der Lage der hilfsbedürftigen Personen, beim Ko

Die Ausbildung im Überblick

Disponent/in einer Integrierten Leitstelle ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen.

Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts werden beispielsweise Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:Theoretischer und praktischer Unterricht
  • wie man im beruflichen Umfeld agiert, z.B. Rechtsgrundlagen anwenden

  • wie die Einsatzbereitschaft der Leitstelle gesichert wird, z.B. die Gebäude- und IT-Technik überwachen

  • wie Anrufe und Notrufe bearbeitet werden, z.B. Symptome abfragen

  • wie man Notfalleinsätze disponiert und begleitet, z.B. Alarm- und Ausrückeordnung beachten

  • wie weitere Ereignisse disponiert und begleitet werden, z.B. Krankentransporte planen

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie z.B. Deutsch unterrichtet.

Fachpraktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt in verschiedenen Einrichtungen (z.B. in integrierten Leitstellen, Krankenhäusern oder Polizei-Einsatzzentralen).

Ausbildungsaufbau

Beispiel für die Stundenverteilung
  • Berufsbezogener Bereich:

    • Im beruflichen Umfeld agieren: 240 Unterrichtsstunden

    • Einsatzbereitschaft der Leitstelle erhalten: 260 Unterrichtsstunden

    • Anruf- und Notrufbearbeitung: 520 Unterrichtsstunden

    • Notfalleinsätze disponieren und begleiten: 560 Unterrichtsstunden

    • Weitere Ereignisse disponieren und begleiten: 320 Unterrichtsstunden

    • Zur freien Verteilung: 200 Unterrichtsstunden

    • Berufsbezogener Bereich insgesamt: 2.100 Unterrichtsstunden

  • Berufspraktische Ausbildung:

    • Orientierungseinsatz Leitstelle: 520 Unterrichtsstunden

    • Feuerwehr: 520 Unterrichtsstunden

    • Rettungsdienst: 240 Unterrichtsstunden

    • Krankenhaus: 240 Unterrichtsstunden

    • Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB): 160 Unterrichtsstunden

    • Polizei-Einsatzzentrale: 40 Unterrichtsstunden

    • Wahlpflichteinsätze: 80 Unterrichtsstunden

    • Vertiefungseinsatz Leitstelle: 700 Unterrichtsstunden

    • Berufspraktische Ausbildung insgesamt: 2.500 Unterrichtsstunden

Gesamtstundenzahl:

4.600 Unterrichtsstunden

Lernorte

Disponenten und Disponentinnen einer Integrierten Leitstelle werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Berufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)

  • Praktikumsbetriebe: Räumlichkeiten z.B. von Leitstellen, Feuerwehren, Krankenhäusern

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Ein mittlerer Bildungsabschluss ist erforderlich.

Weitere Voraussetzungen können je nach Bildungsangebot vorliegen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: z.B. um Notrufe entgegenzunehmen

  • Recht: z.B. um Informationen an befugte Stellen weiterzugeben

  • Englisch, und weitere Fremdsprachen: z.B. um Notrufe in anderen Sprachen zu verstehen

  • Erdkunde/Geografie: z.B. um Einsatzorte schnell zuzuordnen

Auswahlverfahren

Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. In Auswahlverfahren richtet sich die Rangfolge der Aufnahme z.B. nach dem Notendurchschnitt des Schulabschlusses oder ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Ausbildungsvergütung

An Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder an Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, erhalten Auszubildende beispielsweise folgende Vergütungen (monatlich brutto):

1. Ausbildungsjahr: 1.368 €

2. Ausbildungsjahr: 1.418 €

3. Ausbildungsjahr: 1.464 €

Quelle:

Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD)

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Disponenten und Disponentinnen einer Integrierten Leitstelle vor allem bei Berufsfeuerwehren, bei Rettungsdiensten sowie bei Feuerwehren der Fluggesellschaften oder der Bundeswehr.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Brandschutz bis hin zur Notfallmedizin.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sanitäts-, Rettungswesen erwerben.