Dramaturg/in (Ausbildung)
Was macht man in diesem Beruf?
Dramaturgen und Dramaturginnen prüfen literarische Werke auf ihre Eignung für Theater-, Film-, oder Fernsehproduktionen, geben Stücke in Auftrag oder arbeiten Literatur in produzierbare Fassungen um. Sie sichern sich die passenden Rechte für das Material, bereiten Produktionen vor und beraten die Regie. An Theatern übernehmen sie auch Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und erstellen z.B. Programmhefte oder halten Einführungsvorträge für Publikum und Presse. In der Forschung analysieren sie mediale Entwicklungen und publizieren ihre Ergebnisse. An Hochschulen lehren sie Dramaturgie, betreuen Studierende und nehmen Prüfungen ab. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Dramaturgen und Dramaturginnen finden Beschäftigung an Theatern, Opernhäusern und Kleinkunstbühnen bei Hörfunk- und Fernsehsendern bei Filmproduktionsgesellschaften in Theater- und Buchverlagen Arbeitsorte: Dramaturgen und Dramaturginnen arbeiten in erster Linie in Büro- und Besprechungsräumen in Probenräumen und auf (Proben-)Bühnen in Theatersälen in Theaterwerkstätten Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Homeoffice bzw. mobil Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) in Ver
Die Ausbildung im Überblick
Dramaturg/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Die Dauer ist unterschiedlich.
Daneben besteht die Möglichkeit, Dramaturgie an Hochschulen zu studieren.
Ausbildungsinhalte
Dramaturgie:
Stücke auf ihre Spielbarkeit und Aktualität untersuchen, Stückauswahl, Genre, Struktur, Kernaussagen
Autorenposition, historisch-politisches, soziales und literarisches Umfeld, Textanalyse
Funktion und Geschichte der Dramaturgie, Grundlagen dramaturgischer Analyse, Text- und Umfeld-Erkundungen mit Stücken der Weltdramatik
Methoden dramaturgischen Arbeitens, Aufführungsanalysen, Spielvorgänge, Figurenpositionen, Wirkungsabsichten
Praktische Dramaturgiearbeit, Begleitung der Semesterinszenierungen
Verlags- und Vertragsrecht
Theaterwissenschaft, Theater- und Filmgeschichte
Ist ein Praktikum (Hospitanz) in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließen sich Hospitanzen an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Dramaturgen und Dramaturginnen z.B. an Theatern mit.
Lernorte
Dramaturgen und Dramaturginnen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume, Bühne, Studio an der Bildungseinrichtung
ggf. im Praktikum (Hospitanz): Theater
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung vorausgesetzt.
Gegebenenfalls wird auch ein Mindestalter von z.B. 16 Jahren gefordert.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:
Deutsch: z.B. Kenntnisse in der Literaturgeschichte
Kunst: z.B. um Zugang zu Werken der darstellenden Kunst zu finden
Englisch: z.B. um sich mit multinationalen Ensembles zu verständigen
Auswahlverfahren
Je nach Bildungsanbieter kann ggf. das Ablegen einer Aufnahmeprüfung mit persönlichem Einzelgespräch erforderlich sein.
Ausbildungsvergütung
Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Dramaturgen und Dramaturginnen vor allem bei Theatern, Opernhäusern und Kleinkunstbühnen, bei Hörfunk- und Fernsehsendern und in Filmproduktionsgesellschaften.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Dramaturgen und Dramaturginnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Drehbucharbeit bis hin zu Kulturmanagement.
Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Dramaturgie erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich. Dramaturgen und Dramaturginnen können sich mit einer freiberuflichen Tätigkeit für Theater, Rundfunkanstalten oder Filmproduktionsfirmen selbstständig machen; üblich ist hier ein Engagement für einzelne Produktionen.