Flugbegleiter/in
Was macht man in diesem Beruf?
Flugbegleiter/innen versorgen Fluggäste während eines Fluges und beachten dabei die Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Vorschriften. Sie achten darauf, dass das Handgepäck sicher verstaut wird, informieren die Passagiere, ggf. mehrsprachig, über den Flugablauf, die Einrichtungen des Flugzeugs und das Verhalten bei einem Notfall. Während des Flugs servieren Flugbegleiter/innen Mahlzeiten, versorgen die Fluggäste mit Getränken und verkaufen ggf. zollfreie Waren. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Flugbegleiter/innen finden Beschäftigung bei Unternehmen des Personenflugverkehrs. Arbeitsorte: Flugbegleiter/innen arbeiten in erster Linie an Bord von Flugzeugen in Flughafengebäuden in Servicestationen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung, z.B. ein mittlerer Bildungsabschluss , vorausgesetzt. Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, eine Mindestkörpergröße, der Nachweis der gesundheitlichen Eignung sowie Fremdsprachenkenntnisse gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Kunden- und Serviceorientierung, Kontaktbereitschaft (z.B. für das zuvorkommende Betreuen und Versorgen der Fluggäste, für die Kontaktaufnahme zu wechselnden Passagieren) Geschicklichkeit und Körperbeherrschung (z.B. beim Servieren von Mahlzeiten und Getränken während der Flüge, bei der Arbeit während Turbulenzen) Sorgfalt und Verantwortu
Die Ausbildung im Überblick
Flugbegleiter/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 6 Wochen bis 3,5 Monate.
Ausbildungsinhalte
Nationale und internationale Gesetzgebung
Flugzeugtypen und -klassen
Aufgaben/Tätigkeiten/Arbeitsplatz der Flugbegleiter/innen: Organisation und Ablauf
Serviceorientierung und ihre Grenzen
Sitzplatzkapazität, Sicherheits- und Notfallausrüstung in der Kabine
Kabinendokumente und Checklisten
Ansagetraining Deutsch/Englisch
Weltzeit-Zonen
Flugdienstplanung (Flug-, Dienst-, und Ruhezeiten)
Catering (Speisen und Getränke)
Weisungsrecht und Verantwortlichkeiten an Bord: briefing und debriefing
Persönlichkeit und äußere Erscheinung, Umgangsformen
Notfalltraining/Emergency Training
In der Regel ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert bzw. schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an.
Lernorte
Flugbegleiter/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung
ggf. im Praktikum: an Bord von Flugzeugen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung, z.B. ein mittlerer Bildungsabschluss, vorausgesetzt.
Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:
Mindestalter (z.B. 18 Jahre)
Mindestkörpergröße (z.B. 1,60 m)
Nachweis über eine medizinische Eignungsuntersuchung
fließendes Deutsch und Englisch und evtl. weitere Fremdsprachen
gültiger Reisepass für einen uneingeschränkten weltweiten Einsatz
Wer sich regelmäßig in nicht allgemein zugänglichen Bereichen des Flugplatzgeländes aufhält, benötigt eine Bestätigung der Zuverlässigkeit von der Luftsicherheitsbehörde.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Deutsch: z.B. um mit Reisenden und Crew-Mitgliedern zu kommunizieren
Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um sich im internationalen Luftverkehr zu verständigen
Auswahlverfahren
Die Bewerber/innen müssen in der Regel an einem Auswahlverfahren teilnehmen.
Ausbildungsvergütung
Sofern ein Schulungsvertrag mit einer Fluggesellschaft besteht, kann es zur Zahlung von Schulungsentgelt kommen.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Flugbegleiter/innen vor allem in Unternehmen des Personenflugverkehrs.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Flugbegleiter/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Luftsicherheit bis hin zu interkultureller Kompetenz.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität abzulegen.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Luftverkehrsmanagement erwerben.