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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Förderlehrer/in

3 Jahre (Vollzeit) + 2 Jahre (Vorbereitungsdienst) Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern und Grund-, Mittel- oder Förderschule (im Praktikum)

Was macht man in diesem Beruf?

Förderlehrer/innen unterstützen den Schulunterricht als kooperative Lernbegleitung. Gemeinsam mit Klassen- und Fachlehrkräften analysieren sie den Lernstand der Schüler/innen und entwickeln Förderpläne. Dabei kann es sowohl um das Ausgleichen von Lerndefiziten gehen als auch um die gezielte Förderung besonders leistungsstarker Schüler/innen. Förderlehrer/innen können Klassenlehrer/innen beim Unterricht im Klassenverband unterstützen. Meist arbeiten sie aber mit kleinen Gruppen, gelegentlich auch mit einzelnen Schülern und Schülerinnen, und passen den Unterricht in Deutsch, Mathematik oder Deutsch als Zweitsprache jeweils individuell an. Regelmäßig informieren sie die kooperierenden Lehrkräfte über die Ergebnisse ihrer Arbeit. Darüber hinaus bieten sie ggf. auch Arbeitsgemeinschaften an, z.B. zu Themen wie Schultheater, Computer AG, Lernen lernen oder Schülerzeitung. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Förderlehrer/innen finden Beschäftigung an Grund-, Mittel- und Förderschulen in Bayern. Arbeitsorte: Förderlehrer/innen arbeiten in erster Linie in Klassen-, Gruppenräumen, im Lehrerzimmer zu Hause (Unterrichtsvorbereitung) Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien (Umwelterziehung, Ausflüge) Welche Vorbildung wird erwartet? Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss . Darüber hinaus wird z.B. ein Mindestalter und ggf. ein Führungszeugnis gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Pädagogische Fähigkeiten (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Schüler/innen

Die Ausbildung im Überblick

Förderlehrer/in ist eine Ausbildung an Staatsinstituten für die Ausbildung von Förderlehrern, die landesrechtlich geregelt ist. Die schulische Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre, der anschließende Vorbereitungsdienst 2 Jahre.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Schulpädagogik

  • Psychologie

  • allgemeine Pädagogik

  • Fachdidaktik Deutsch mit den jeweiligen fachlichen Inhalten

  • Fachdidaktik Mathematik mit den jeweiligen fachlichen Inhalten

  • Fachdidaktik Deutsch als Zweitsprache

  • Lernbeobachtung und Förderplanung

  • individualisierende Unterrichtsformen

  • Förderung sozial-emotionaler Kompetenz

  • Medienpädagogik/Informationstechnologie

Schulpraktika

Die theoretischen Inhalte der fachlichen und pädagogischen Ausbildung werden durch mehrere Praktika in allen Jahrgangsstufen der Grund-, Mittel- und Förderschule umgesetzt und angewandt.

Vorbereitungsdienst

Während des Vorbereitungsdienstes nehmen die Förderlehreranwärter/innen an Seminarveranstaltungen teil. Der praktische Einsatz während des Vorbereitungsdienstes erfolgt durch Hospitation an Schulen eines bestimmten Regierungsbezirkes.

Lernorte

Förderlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an Staatsinstituten einschließlich schuleigener Werkstätten

  • Schulpraktika: Unterrichtsräume von Grund-, Mittel- und Förderschulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung gefordert:

  • Mindestalter von 16 Jahren

  • ggf. Führungszeugnis

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest

  • In ein Beamtenverhältnis auf Widerruf während des Vorbereitungsdienstes kann i.d.R. nur berufen werden, wer Deutsche/r im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzt.

  • Ein Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Deutsch: z.B. für die individuelle Förderung im Deutschunterricht

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um Schüler/Schülerinnen angemessen zu fördern

  • Mathematik: z.B. um Schüler/Schülerinnen mit Leistungsschwächen in Mathematik zu unterrichten

Auswahlverfahren

Es finden eine schriftliche Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie ein Aufnahmegespräch statt.

Ausbildungsvergütung

Der schulische Teil der Ausbildung wird nicht vergütet.

Für den an die schulische Ausbildung anschließenden Vorbereitungsdienst erhalten die angehenden Förderlehrer und -lehrerinnen Anwärterbezüge.

Die Anwärterbezüge bestehen aus einem Anwärtergrundbetrag und ggf. einem Familienzuschlag. Die Höhe des Anwärtergrundbetrages bemisst sich nach der Besoldungsgruppe des Eingangsamtes, das nach der Ausbildung verliehen wird. Für die Besoldungsgruppe A 9, die angehenden Förderlehrern und -lehrerinnen im Eingangsamt zugewiesen wird, beträgt der Anwärtergrundbetrag in Bayern 1.564 € im Monat.

Quelle:

Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG)

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Förderlehrer/innen an Grund-, Mittel- und Förderschulen in Bayern.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Förderlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Lernpädagogik bis hin zu Erziehung.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Hochschulabschluss im Studienfach Lehramt an Grundschulen erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer privaten Nachhilfeschule.