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Gemeindediakon/in

Unterschiedlich, 2-4 Jahre (Vollzeit) - je nach Bildungsangebot und Lernform Bildungseinrichtung und ggf. Kirchengemeinden

Was macht man in diesem Beruf?

Gemeindehelfer/innen bzw. Gemeindediakone und -diakoninnen stehen im Dienst der evangelischen Kirche. In der Gemeindearbeit betreuen sie Kinder und Jugendliche, z.B. auf Freizeiten oder im Konfirmandenunterricht, und wirken bei der Gestaltung von Krabbel-, Jugend- und Familiengottesdiensten mit. Sie sind jedoch auch Ansprechpartner für ältere Menschen, die sie z.B. bei hohen Geburtstagen besuchen oder bei Krankheiten betreuen. Darüber hinaus fördern sie die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde und leiten ehrenamtliche Mitarbeiter/innen an. Sie wirken bei Tagungen, Studien- und Einkehrtagen, Gruppenangeboten, Seminaren, Treffen, Festen und Weiterbildungsveranstaltungen mit und unterstützen so die kirchliche Bildungsarbeit. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Gemeindehelfer/innen bzw. Gemeindediakone und -diakoninnen finden Beschäftigung bei kirchlichen Organisationen und Einrichtungen Arbeitsorte: Gemeindehelfer/innen bzw. Gemeindediakone und -diakoninnen arbeiten in erster Linie im Büroräumen in Kirchen in Gemeindesälen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Rahmen seelsorgerischer Aufgaben in Räumen von Krankenhäusern, Hospizen, Altenheimen oder in Privatwohnungen in Schulungsräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden die Hochschulreife oder ein mittlerer Bildungsabschluss und jeweils eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. mehrjähri

Die Ausbildung im Überblick

Gemeindehelfer/in bzw. Gemeindediakon/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Ethik (Gestaltung des Lebens und Lebensmaßstäbe)

  • Seelsorge

  • Katechetik (Vermittlung der christlichen Botschaft, Religionslehre)

  • Gemeindepädagogik und Religionspädagogik

  • Spiel und Sport, Musik und Chor

  • Einführung in die Methoden der Bibelauslegung (Exegese) und Auslegung ausgewählter Bücher des Alten und Neuen Testaments

  • Kirchen- und Dogmengeschichte

  • Weltmission und Ökumene (Gesamtheit der Christen)

  • Homiletik (Geschichte und Theorie der Predigt)

  • Arbeitsmethodik, Rhetorik und Kommunikationstraining

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Gemeindehelfer/innen bzw. Gemeindediakone/-diakoninnen in Kirchengemeinden.

Lernorte

Gemeindehelfer/innen bzw. Gemeindediakone und -diakoninnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

  • bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasen

  • ggf. im Praktikum: Kirchengemeinden

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden die Hochschulreife oder ein mittlerer Bildungsabschluss und jeweils eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. mehrjährige Mitarbeit in einer Kirchengemeinde vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter (z.B. 19 Jahre)

  • Mitgliedschaft in der lutherischen evangelischen Kirche bzw. einer evangelischen Freikirche

  • Erfahrung in der Gemeindearbeit - nachgewiesen durch Praktika oder ehrenamtliche Mitarbeit

  • ärztliches Gesundheitszeugnis

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Religionslehre: z.B. Kenntnisse des Alten und Neuen Testaments

  • Ethik: z.B. um ethische Fragestellungen zu verstehen

  • Pädagogik: z.B. um ehrenamtliche Mitarbeitende, Kinder und Jugendliche anzuleiten

  • Musik: z.B. um gemeinsam zu singen und Gottesdienste zu gestalten

  • Deutsch: z.B. um den Schriftverkehr mit Kirche und Behörden abzuwickeln

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Gemeindehelfer/-helferinnen bzw. Gemeindediakone/-diakoninnen in Kirchen bzw. kirchlichen Einrichtungen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Gemeindehelfer/-helferinnen bzw. Gemeindediakone/-diakoninnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Gemeindearbeit bis hin zu Ethik.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Betriebswirt/in für Sozialwesen zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Religionspädagogik, Gemeindearbeit - Evangelische Gemeinden erwerben.