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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Golflehrer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) Bildungseinrichtung und ggf. Golfanlage, -club, -schule (im Praktikum)

Was macht man in diesem Beruf?

Golflehrer/innen bereiten den Golfunterricht vor und erteilen theoretischen und praktischen Unterricht. Dabei vermitteln sie den Schülern und Schülerinnen aller Altersstufen auch Golfregeln und Golfetikette. Sie führen Anfänger/innen in die grundlegenden Bewegungsabläufe des Golfspielens ein, planen und leiten das Konditions- und Konzentrationstraining und organisieren Wettspiele, d.h. Turniere und Wettbewerbe zwischen zwei oder mehreren Spielern. Im Vereinssport führen sie die Spieler/innen ggf. zur Turnierreife, im Leistungssport betreuen sie Spieler/innen oder Mannschaften z.B. auf Landesebene. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Golflehrer/innen finden Beschäftigung in Golfvereinen, -verbänden und -schulen bei Betreibern von Golfplätzen in Golfhotels Arbeitsorte: Golflehrer/innen arbeiten in erster Linie auf der Golfanlage im Freien Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen in Werkstätten in Verkaufsräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule) vorausgesetzt. Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, Handicap-Index-Nachweis, eine Mitgliedschaft bzw. ein Ausbildungsverhältnis in einem Golfclub, ein Erste-Hilfe-Kurs sowie ein sportärztliches Attest gefordert. Worauf k

Die Ausbildung im Überblick

Golflehrer/in ist eine Ausbildung, die durch Vorschriften von Golfverbänden geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Golfregeln

  • Materialkunde

  • Golftechnik und -taktik

  • Planung, Organisation und Durchführung von Golfunterricht

  • Vorgabensystem und Wettspiele

  • Platzkunde

  • Anatomie und Physiologie

  • Bewegungslehre, Trainingslehre

  • Biomechanik

  • kaufmännische Grundlagen, rechtliche Grundlagen

  • Turnier- und Eventorganisation

Der theoretische Unterricht wird durch lehrpraktische Übungen ergänzt.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Golflehrer/innen z.B. in Golfanlagen mit.

Ausbildungsaufbau

Gliederung der Ausbildung (beispielhaft)
  • PreCourse (z.B. Golfregeln, Materialkunde, Golftechnik, Kinder- und Jugendtraining): 3 Monate

  • Modulausbildung I (z.B. Vertiefung golftechnischer Kenntnisse, sportwissenschaftliche Grundlagen, Informationen zum Berufseinstieg, Anfängerunterricht): 9 Monate

  • Modulausbildung II (z.B. kaufmännische und rechtliche Grundlagen, Sportwissenschaft, Technik- und Taktiktraining, Golfunterricht für Mannschaften planen und durchführen): 24 Monate

Gesamtdauer:

3 Jahre, ca. 700 Unterrichtsstunden in den Seminaren

Lernorte

Golflehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, Golfplatz

  • im Praktikum: z.B. Golfanlagen, -clubs, -schulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter von 16 Jahren (für den PreCourse)

  • Handicap-Index-Nachweis (z.B. 18,4 oder besser für den PreCourse)

  • Mitgliedschaft bzw. Ausbildungsverhältnis in einem Golfclub

  • Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses

  • Nachweis der Berufseignung durch sportärztliches Attest

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: z.B. um den körperlichen Anforderungen des Berufs gerecht zu werden

  • Deutsch: z.B. um Golfegeln, -schläge und -taktiken zu erklären

  • Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. bei internationalen Veranstaltungen

  • Biologie: z.B. die Anatomie und Physiologie des Menschen

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um Kenntnisse und Fertigkeiten zielgruppengerecht zu vermitteln

Ausbildungsvergütung

Wer die Ausbildung in einem Ausbildungsverhältnis mit einem Golfklub absolviert, erhält eine angemessene Ausbildungsvergütung.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Golflehrer/innen in Golfvereinen bzw. -verbänden und -schulen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Golflehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Sportmanagement.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit bei Golfvereinen und -verbänden oder mit einer eigenen Golfanlage.