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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

HNO-Audiologieassistent/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot - 2-3 Jahre (Vollzeit) Bildungseinrichtung und Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen unterstützen die behandelnden Hals-, Nasen-, Ohrenärzte und -ärztinnen bei der Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Patienten mit Hörschäden oder Stimm- und Sprachstörungen. In diesem Zusammenhang prüfen HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen z.B. die Funktion des Hör- und Gleichgewichtsorgans und die Stimmfunktion. Sie beraten Patienten bei der Beschaffung von Hörhilfen, leiten sie bei deren Handhabung an, kontrollieren Hörgeräte und stellen sie ein. Ebenso wirken sie beim Hörtraining und der Hörerziehung von hörgeschädigten Kindern oder Rehabilitanden mit. Darüber hinaus dokumentieren sie Untersuchungen und Testergebnisse und übernehmen ggf. Aufgaben in der Praxisorganisation. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in Fachabteilungen für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde an Krankenhäusern in Facharztpraxen für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Gesundheitsämtern Arbeitsorte: HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen arbeiten in erster Linie in Untersuchungs- und Behandlungsräumen von Praxen und Kliniken in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. I.d.R. wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder die allgemeine Hochschulreife vorausgesetzt. Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter, ein normales Hör- und ausreichendes Sehvermöge

Die Ausbildung im Überblick

HNO-Audiologieassistent/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 2-3 Jahre.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen und praktischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Funktionsprüfungen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

  • Methoden der Hör- und Gleichgewichtsprüfungen bei Erwachsenen

  • pädaudiologische Diagnostikverfahren, insbesondere das Hörscreening von Neugeborenen

  • Chemosensorik (Prüfungen des Geruchs- und Geschmackssinnes)

  • Ventilationsfunktion der oberen Luftwege (Rhinomanometrie und Lungenfunktion)

  • Stimmfunktion

  • Funktion von Hirnnerven (Aktionspotentiale)

Praktikum

Praktika finden i.d.R. in Kliniken der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde statt. Absolviert man zusätzliche Praktika oder Hospitationen, arbeiten die angehenden HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen z.B. bei Hörgeräteakustikern oder an Schulen für Menschen mit Hörbehinderungen mit.

Lernorte

HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Vorlesungs- und Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

  • im Praktikum: Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, ggf. auch Hörgeräteakustikerbetriebe oder Schulen für Menschen mit Hörbehinderungen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder die allgemeine Hochschulreife vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter von 18 Jahren

  • normales Hör- und ausreichendes Sehvermögen

  • sehr gute Deutschkenntnisse und gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit

  • technisches Verständnis

  • Ein Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: z.B. um die Funktionsweise der Atem- und Hörorgane zu verstehen

  • Deutsch: z.B. um Patienten/Patientinnen Untersuchungen zu erklären

  • Physik: z.B. um die Funktionsweise von Audiologiegeräten zu verstehen

Ausbildungsvergütung

Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen vor allem in klinischen Einrichtungen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie in Facharztpraxen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können HNO-Audiologieassistenten und -assistentinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Hörgeräteakustik bis hin zu Praxismanagement.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Hörtechnik, Audiologie erwerben.