Kaufmännische/r Assistent/in/Wirtschaftsassistent/in - Fremdsprachen
Was macht man in diesem Beruf?
Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und -assistentinnen im Bereich Fremdsprachen pflegen die Beziehungen zu ausländischen Geschäftspartnern oder Institutionen. Sie sind in den Bereichen Marketing, Absatz und Vertrieb tätig. Dabei übernehmen sie Aufgaben der Sachbearbeitung und des Sekretariats und unterstützen das mittlere Management. Im Rahmen von Import- und Exportgeschäften erledigen sie die fremdsprachige Handelskorrespondenz, übersetzen Formulare und Unterlagen und nehmen Dolmetscheraufgaben wahr. Zudem verfassen sie Routineschreiben und erstellen Geschäftskorrespondenz nach Diktat. Sie sammeln relevante Daten für das mittlere Management und bereiten diese auf. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und Wirtschaftsassistentinnen im Bereich Fremdsprachen finden Beschäftigung in export- oder importorientierten Handels-, Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche bei internationalen Organisationen und Interessensvertretungen Arbeitsorte: Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und Wirtschaftsassistentinnen im Bereich Fremdsprachen arbeiten in erster Linie in Büroräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Besprechungsräumen auf Messen im Homeoffice bzw. mobil Welcher Schulabschluss wird erwartet? Für die Ausbildung ist i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. Die Berufsfachschulen
Die Ausbildung im Überblick
Kaufmännische/r Assistent/in bzw. Wirtschaftsassistent/in im Bereich Fremdsprachen ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs.
Sie dauert i.d.R. 2 Jahre, ggf. auch 3-4 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.
Ausbildungsinhalte
Englisch, insbesondere Korrespondenz, Konversation, Übersetzung
Zweite Fremdsprache, z.B. Französisch, Spanisch oder Russisch
Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
Rechnungswesen
Berufliche Kommunikation
Textverarbeitung, Gestaltung und Präsentation von (fremdsprachigen) Texten und Grafiken
Grundkenntnisse nationaler und internationaler Vorschriften und wirtschaftlicher Besonderheiten, die für Auslandsbeziehungen bzw. -geschäfte relevant sind
Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Sozialkunde unterrichtet.
BetriebspraktikaBei Praktika werden die theoretischen Inhalte z.B. in Wirtschaftsunternehmen umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen erhalten Einblick in das Betriebsgeschehen, sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über Aufbau und Ablauforganisation des Betriebs bzw. der Behörde.
ZusatzkenntnisseJe nach Angebot der einzelnen Schulen werden Zusatzkenntnisse vermittelt, die den Erwerb der Fachhochschulreife bzw. der allgemeinen Hochschulreife ermöglichen.
Ausbildungsaufbau
Berufsübergreifender Lernbereich: 320 Stunden
Berufsbezogener Lernbereich: 2.240 Stunden
Gesamtstundenzahl: 2.560 Stunden
Die Einteilung in Fächer, Lernfelder oder Projekte ist in den Berufsfachschulverordnungen der Länder geregelt.
Beispiel für die StundenverteilungWirtschaftslehre: 1. Ausbildungsjahr 120 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 160 Stunden
Rechnungswesen: 1. Ausbildungsjahr 80 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 80 Stunden
Lernbüro: 1. Ausbildungsjahr 240 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 240 Stunden
Informationsverarbeitung/Textverarbeitung: 1. Ausbildungsjahr 120 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 120 Stunden
Englisch: 1. Ausbildungsjahr 240 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 240 Stunden
2. Fremdsprache: 1. Ausbildungsjahr 240 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 240 Stunden
Politische Bildung: 1. Ausbildungsjahr 80 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 80 Stunden
Deutsch/Kommunikation: 1. Ausbildungsjahr 120 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 80 Stunden
Sport: 1. Ausbildungsjahr 40 Stunden, 2. Ausbildungsjahr 40 Stunden
1. Ausbildungsjahr: 1.280 Stunden
2. Ausbildungsjahr: 1.280 Stunden
Lernorte
Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und -assistentinnen im Bereich Fremdsprachen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Berufsfachschule/Berufskolleg: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband)
Praktikumsbetriebe: z.B. Wirtschaftsabteilungen von Unternehmen unterschiedlicher Branchen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
In der Regel ist ein mittlerer Bildungsabschluss erforderlich.
Weitere Voraussetzungen können je nach Bundesland und Bildungsangebot vorliegen.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Englisch, Französisch usw.: z.B. um Handelskorrespondenz in mehreren Fremdsprachen zu führen
Wirtschaft: z.B. um Abläufe wie Einkauf und Verkauf abzuwickeln
Mathematik: z.B. um Bilanzen und Jahresabschlüsse zu erstellen
Deutsch: z.B. um mit Kunden/Kundinnen zu kommunizieren
Auswahlverfahren
Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Es wird i.d.R. Wert auf gute Leistungen in Deutsch und Englisch gelegt.
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Ihre Chancen können angehende Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und Wirtschaftsassistentinnen im Bereich Fremdsprachen bereits während der Ausbildung verbessern, indem sie Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. die Fachhochschulreife bzw. die allgemeine Hochschulreife als Basis für ein späteres Studium.
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Kaufmännische Assistenten und Assistentinnen bzw. Wirtschaftsassistenten und Wirtschaftsassistentinnen im Bereich Fremdsprachen in export- oder importorientierten Handels-, Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen oder bei internationalen Organisationen und Interessensvertretungen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Wirtschaftssprachen bis hin zu Betriebswirtschaft.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Berufsspezialist/in für fremdsprachige Kommunikation abzulegen.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Internationale Wirtschaft erwerben.
Sich selbstständig machenWer sich selbstständig machen möchte, kann z.B. ein Unternehmen für Bürodienstleistungen eröffnen.