Kunstmaler/in
Was macht man in diesem Beruf?
Kunstmaler/innen gestalten nach eigenen Ideen oder Kundenwünschen gegenständliche und ungegenständliche Gemälde u.a. mit Öl-, Acryl-, Dispersions- oder Aquarellfarben, die sie in verschiedensten Maltechniken auftragen. Auch fertigen sie Zeichnungen, Illustrationen, Cartoons oder Comics an. Dabei arbeiten sie in einer Vielzahl von Zeichentechniken und -stilen, von Hand und computerunterstützt. Für Trick- und animierte Filme sowie Computerspiele entwerfen sie Landschaften, Architekturen, Requisiten sowie Figuren und setzen die Entwürfe mithilfe entsprechender Tools im jeweils gewünschten Stil um. Sie gestalten Anzeigen, Plakate und Internetwerbung für Werbeagenturen oder werden im Medien- und Produktdesign tätig. In Einzelfällen entwerfen sie auch Bühnenbilder und begleiten deren Realisierung. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Kunstmaler/innen finden Beschäftigung z.B. in Kunstschulen bzw. -akademien in Werbeagenturen oder Werbeabteilungen von Unternehmen in Designateliers und Abteilungen für Medien-, Kommunikations-, Mode- oder Produktdesign im Verlagswesen (Comic-Verlage, Verlage für Computer-, Video- und Handyspiele, Verlage mit Illustrationsabteilungen) bei Filmproduktionsgesellschaften (Trickfilme, animierte Filme) Arbeitsorte: Kunstmaler/innen arbeiten in erster Linie in Ateliers und Werkstätten Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen lege
Die Ausbildung im Überblick
Kunstmaler/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
Ausbildungsinhalte
Grundlagen/Vertiefung: Malerei und Grafik, Comic/Manga, Animation/Trickfilm, Illustration
Grafikdesign, Computergrafik
Concept Art und Visual Effects (VFS): Grundlagen, Einführung in gängige Programme
Drucktechniken: Lithografie, Radierung, Holz-/Linolschnitt
Gestaltungsprinzipien (z.B. Bildaufbau, Komposition, Typografie, Layout), Materialkunde
Gestaltung von Genres, z.B. Akt, Porträt, Landschaft, Stillleben
handwerkliche Umsetzungstechniken und Darstellungsmittel, z.B. Mal-, Zeichentechniken
kunstpraktische Projekte: z.B. Zeichnen (Bleistift, Kohle), Ölmalerei
Erarbeiten eigener Arbeitstechniken
Kunst- und Fachtheorie: z.B. Anatomie, Perspektive, Komposition, Farbtheorie, Kunstgeschichte
Art Marketing und Art Management, Portfolio, Kuratorenarbeit
Die eigene künstlerische Praxis spielt in dieser Aus- bzw. Weiterbildung eine wichtige Rolle.
PraktikumIst ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Kunstmaler/innen z.B. bei Bildenden Künstlern und Künstlerinnen, Bühnenmalern und Bühnenmalerinnen oder in einem Museum mit. Auch Exkursionen und Studienaufenthalte können Bestandteil der Aus- bzw. Weiterbildung sein.
Lernorte
Kunstmaler/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, gelegentlich auch in freier Natur
ggf. im Praktikum: z.B. in Künstlerateliers, in Film-, Computer-Animations- oder Gamingunternehmen, in Ateliers für Grafikdesign oder Museen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Es kann ein Mindestalter von z.B. 16 und ein Höchstalter von z.B. 30 Jahren gefordert werden.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:
Kunst: z.B. um Mosaike, Glasfenster, Buchumschläge, Animationen oder Comics zu gestalten
Mathematik: z.B. um Preise für Auftragsarbeiten zu kalkulieren
Auswahlverfahren
Die Bildungsanbieter wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus. Es wird i.d.R. Wert auf handwerklich-künstlerische Fähigkeiten gelegt, die z.B. durch eine Kunstmappe nachzuweisen sind. An einigen Schulen sind Aufnahmeprüfungen abzulegen bzw. ist ein Aufnahmegespräch zu absolvieren.
Ausbildungsvergütung
Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Kunstmaler/innen z.B. an Kunstschulen, -akademien, in Designateliers, bei Werbeagenturen oder Werbeabteilungen von Unternehmen, bei Comic-Verlagen oder in der Gaming-Branche.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Kunstmaler/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Kunstmalerei bis hin zu Mediengestaltung.
Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bildende Künste erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. als freie/r Künstler/in, Dozent/in oder private/r Kunstlehrer/in.