Lehrer/in - Alexander-Technik
Was macht man in diesem Beruf?
Lehrer/innen der Alexander-Technik sensibilisieren Menschen, ihre Haltungs- und Bewegungsabläufe besser wahrzunehmen und effizienter zu gestalten. Sie leiten ihre Schüler/innen theoretisch und praktisch an, bei Alltagsvorgängen wie z.B. Gehen und Sitzen unnötige Anstrengungen zu vermeiden. Im Unterricht vermitteln sie Methoden, um Verspannungen vorzubeugen und Schmerzen zu vermeiden. Lehrer/innen der Alexander-Technik konzipieren Kurse und Trainings und führen diese durch. Dabei erklären sie ihren Schülern und Schülerinnen die Übungen und führen diese auch vor. Nicht zuletzt verwalten und organisieren sie den Praxisbetrieb und führen dabei z.B. Schülerakten, stellen Rechnungen aus oder erledigen die Buchführung. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Lehrer/innen der Alexander-Technik finden Beschäftigung in Einrichtungen der Erwachsenenbildung in Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen Arbeitsorte: Lehrer/innen der Alexander-Technik arbeiten in erster Linie in Gymnastikräumen in Praxisräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Gegebenenfalls werden Erfahrungen mit der Alexander-Technik gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Schüler/innen) Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Beurteilen der
Die Ausbildung im Überblick
Lehrer/in der Alexander-Technik ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Bildungsträger geregelt ist. Sie dauert in Teilzeit 3-4 Jahre.
Ausbildungsinhalte
Ausdifferenzierung der Wahrnehmung von körperlichen und mentalen Vorgängen
Entwicklung eines guten Selbstgebrauchs
Anwendung der Alexander-Technik in einfachen und komplexeren Handlungen wie z.B. Gehen, Stehen, Radfahren, Instrument spielen, freie Bewegung und Yoga
Bewegungslernen, Musterbildung, Adaption
Veränderungswissen, Umlernen/Umbahnung
Sinneswahrnehmung
Innehalten (Inhibition), Non-doing
Mentale Anweisungen (Giving directions)
Zusammenhänge von Gebrauch und Funktionsweise
Darüber hinaus beschäftigt man sich mit Primär- und Sekundärliteratur zur Alexander-Technik, Anatomie, Orthopädie, Psychologie und Philosophie und schult die Hände als Wahrnehmungsinstrument.
PraktikumIn der Supervision und/oder im Praktikum arbeiten die angehenden Lehrer/innen der Alexander-Technik mit Probeschülern.
Lernorte
Lehrer/innen der Alexander-Technik werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung
im Praktikum: z.B. Gymnastikräume
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Für den Zugang zur Ausbildung wird zum Teil praktische Erfahrung mit der Alexander-Technik vorausgesetzt.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Biologie: z.B. um die Vorgänge bei alltäglichen Bewegungsabläufen richtig zu verstehen
Deutsch: z.B. um Übungen zu erklären
Pädagogik/Psychologie: z.B. um Bewegungsabläufe zielgruppengerecht zu vermitteln
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Lehrer/innen der Alexander-Technik in Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie in Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Lehrer/innen der Alexander-Technik ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Gesundheitsförderung bis hin zu Entspannungsmethoden.
Beruflich weiterkommenMit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Physiotherapie erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Praxis oder einer freiberuflichen Tätigkeit in Schulen, Praxen oder Wellnesseinrichtungen.