Phonotypist/in
Was macht man in diesem Beruf?
Phonotypisten und Phonotypistinnen setzen Texte, die z.B. auf Diktiergeräte gesprochen wurden, am PC in fehlerfreie Schriftstücke um. Dabei kann es sich um Geschäfts- oder Anwaltsbriefe handeln, um medizinische Korrespondenz oder Befunde, um Forschungsberichte, Artikel für Fachzeitschriften oder Werbetexte. Sie formulieren Texte auch selbst, mithilfe von Stichworten. Zudem fügen sie Textbausteine, Grafiken oder Adressen in die Schriftstücke ein. Fertiggestellte Texte leiten sie elektronisch oder als Ausdrucke an den Auftraggeber weiter. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Phonotypisten und Phonotypistinnen finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche sowie in der öffentlichen Verwaltung. Arbeitsorte: Phonotypisten und Phonotypistinnen arbeiten in erster Linie im Büroräumen in Besprechungszimmern, Konferenzräumen oder Plenarsälen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch auf Tagungen und Messen im Homeoffice bzw. mobil Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung werden in der Regel Kenntnisse in einem Textverarbeitungsprogramm und mindestens ein Abschluss in einem Ausbildungsberuf im Bereich der Telekommunikation oder eine abgeschlossene blindentechnische Grundrehabilitation oder ein Rehabilitationsvorbereitungslehrgang vorausgesetzt. Worauf kommt es an? Anford
Die Ausbildung im Überblick
Phonotypist/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch Vorschriften der Industrie- und Handelskammern bzw. durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 12-24 Monate.
Die Aus- bzw. Weiterbildungsangebote richten sich i.d.R. an blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen.
Ausbildungsinhalte
Erstellen eines Briefes nach vorgegebenen schriftlichen Stichworten
Erstellen eines Briefes nach Schreibauftrag unter Benutzung eines vorgegebenen Textbausteinkatalogs
Erstellen eines Briefes nach Fonogramm
Tabellengestaltung
Maschinelle Texterfassung
Kenntnisprüfung und Anwendung Deutsch
Ist ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Phonotypisten und Phonotypistinnen in einem Betrieb oder in einer Behörde mit.
Lernorte
Phonotypisten und Phonotypistinnen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung
ggf. im Praktikum: in Betrieben oder bei Behörden
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung eigene Zugangskriterien fest. Für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung werden in der Regel Kenntnisse in einem Textverarbeitungsprogramm und mindestens ein Abschluss in einem Ausbildungsberuf im Bereich der Telekommunikation oder eine abgeschlossene blindentechnische Grundrehabilitation oder ein Rehabilitationsvorbereitungslehrgang vorausgesetzt. Darüber hinaus ist die Zulassung zur Prüfung auch durch eine Eignungsfeststellung in einer Arbeitserprobung möglich.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgendem Schulfach sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:
Deutsch: z.B. um fehlerfrei Schriftstücke zu erstellen
Ausbildungsvergütung
Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Phonotypisten und Phonotypistinnen in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche und in der öffentlichen Verwaltung.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Phonotypisten und Phonotypistinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Korrespondenz bis hin zu Büro und Sekretariat.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation abzulegen.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Betriebswirtschaftslehre, Business Administration erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Sekretariatsservice oder als Leiter/in eines Teleservice-Centers mit dem Schwerpunkt Büroservice.