Pilateslehrer/in
Was macht man in diesem Beruf?
Pilateslehrer/innen unterrichten in Kursen, wie man Pilatesübungen auf der Matte oder an speziell dafür entwickelten Geräten durchführt und dabei seinen gesamten Körper schonend trainiert. Sie geben den Schülern und Schülerinnen Hilfestellung, die Bewegungen optimal auszuführen und die richtige Atemtechnik anzuwenden. Daneben vermitteln sie ihnen die grundlegenden Pilatesprinzipien, die das Fundament des Trainings bilden. Pilateslehrer/innen bereiten den Unterricht vor, organisieren Kurse und Seminare und erledigen ggf. die dazugehörige Verwaltungsarbeit. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Pilateslehrer/innen finden Beschäftigung in Pilatesstudios in Fitness-, Wellness- und Gesundheitseinrichtungen bei Sportvereinen in Rehabilitationseinrichtungen an Volkshochschulen Arbeitsorte: Pilateslehrer/innen arbeiten in erster Linie in Übungs- und Gymnastikräumen in Sporthallen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Freien in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert: Mindestalter (z.B. 16 oder 18 Jahre) Nachweis der gesundheitlichen Eignung Nachweis einer bestimmten Anzahl an besuchten Pilates-Trainingsstunden Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Vorführen der Übungen und Bewegungen) Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Schüler/inn
Die Ausbildung im Überblick
Pilateslehrer/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist.
Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
Ausbildungsinhalte
Geschichte der Pilates-Methode
Einführung in die Pilatesprinzipien
Grundlagen der Anatomie
Haltungs- und Bewegungsanalyse
Besonderheiten der Pilates-Atmung
Pilates bei Erkrankungen und Verletzungen
Kursaufbau und Stundengestaltung
Unterrichtsmethodik und Anleitungstechnik
Durchführung und Korrektur von Pilatesübungen
Sicherheitsvorkehrungen im Studiobetrieb
Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen ergänzt.
PraktikumIst ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Pilateslehrer/innen z.B. in einem Pilatesstudio mit.
Ausbildungsaufbau
Die Lehrgänge sind unterschiedlich strukturiert und von unterschiedlicher Dauer. Beispielsweise bestehen sie aus Lernbereichen oder Modulen, die aufeinander aufbauen.
Beispiel für ein Unterrichtsprogramm der Aus- bzw. WeiterbildungTheorie- und Praxiseinheiten: mindestens 120 Stunden
Eigentraining: 200 Stunden
Eigenunterricht: 200 Stunden
Observation: 100 Stunden
mindestens 620 Stunden
Lernorte
Pilateslehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Gymnastikräume
bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasen
bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
ggf. im Praktikum: z.B. Pilatesstudios
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert:
Mindestalter (z.B. 16 oder 18 Jahre)
Nachweis der gesundheitlichen Eignung
Nachweis einer bestimmten Anzahl an besuchten Pilates-Trainingsstunden
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:
Sport: z.B. um Bewegungsformen einzuüben
Biologie: z.B. um die Anatomie des Menschen zu verstehen
Deutsch: z.B. um Übungen zu erklären
Pädagogik/Psychologie: z.B. um Bewegungsabläufe zielgruppengerecht zu vermitteln
Ausbildungsvergütung
Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Pilateslehrer/innen in Pilatesstudios, in Fitness-, Wellness- und Gesundheitseinrichtungen sowie in Rehazentren und bei Sportvereinen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Pilateslehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Gesundheitsförderung bis hin zu Entspannung.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Fitnessfachwirt/in zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Gesundheitssport erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit oder mit einem eigenen Pilatesstudio.