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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Pyrotechniker/in

Ca. 6 Tage (Vollzeit) Bildungseinrichtung

Was macht man in diesem Beruf?

Pyrotechniker/innen planen und organisieren Feuerwerke und pyrotechnische Effekte aller Art. Dabei berücksichtigen sie den Anlass, die Art der Veranstaltung und die örtlichen Gegebenheiten. Sie arbeiten den Programmablauf sowie einen detaillierten Abbrennplan aus und holen die behördliche Genehmigung ein. Dann besorgen sie z.B. Raketen, Fontänen, Blitz-, Kugel- oder Zylinderbomben und transportieren sie sicher zum Abbrennplatz. Dort bauen sie Abschussgeräte wie Mörser, Bombenkästen oder Holzgestelle auf, verlegen Zündkabel und schließen die meist elektronischen Zündanlagen an. Schließlich starten und überwachen sie das Abbrennen des Feuerwerks. Mit Bühnenfeuerwerken erzeugen Pyrotechniker/innen Spezialeffekte bei Theater-, Film- und Fernsehaufnahmen. Hierfür sprechen sie alle Details mit Regisseuren und Regisseurinnen, Bühnenbildnern und Bühnenbildnerinnen, Filmausstattern und Filmausstatterinnen, Kameraleuten, Stuntteams und Darstellern oder Darstellerinnen ab. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Pyrotechniker/innen finden Beschäftigung in Spezialfirmen (Feuerwerkereien), die sich auf die Durchführung von Großfeuerwerken, pyrotechnischen Bühnenshows oder Spezialeffekten für Film- und Fernsehproduktionen spezialisiert haben Arbeitsorte: Pyrotechniker/innen arbeiten in erster Linie im Freien (z.B. auf Freiflächen oder Gewässern) in Hallen und auf Bühnen in Studios Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Für die Teilnahme a

Die Ausbildung im Überblick

Pyrotechniker/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch das Sprengstoffgesetz sowie die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit ca. 6 Tage.

Die Aus- bzw. Weiterbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, z.B. als Großfeuerwerker/in, Filmpyrotechniker/in, Bühnenfeuerwerker/in oder im Bereich Spezialeffekte.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Einführung in das Sachgebiet, geschichtliche Entwicklung der Pyrotechnik, Begriffe in der Pyrotechnik

  • Rechtsvorschriften für den Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen

  • Aufbau und Wirkungsweise von pyrotechnischen Gegenständen, Sätzen und Anzündmitteln

  • Hilfsmittel und Geräte zum Abbrennen von Großfeuerwerken (Abschussgestelle, Rohre)

  • Projektieren von Feuerwerken (Abbrennplatz, Absperrung)

  • Besprechung von Unfällen

Praktischer Abschnitt

Im praktischen Abschnitt lernen die angehenden Pyrotechniker/innen z.B., wie man ein Großfeuerwerk plant und selbst abbrennt.

Lernorte

Pyrotechniker/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

  • Übungsplätze

  • bei Inhouse-Seminaren: Räume der jeweiligen Beschäftigungsbetriebe

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Als Zugangsvoraussetzungen werden gefordert:

  • Für die Teilnahme am Grundlehrgang Großfeuerwerk müssen Bewerber/innen nachweisen, dass sie bei mindestens 20 Feuerwerken mitgearbeitet haben.

  • Für die Teilnahme am Grundlehrgang Bühnenfeuerwerk ist die Mitwirkung an mindestens 15 pyrotechnischen Effekten und eine 1-jährige Tätigkeit an Theatern oder vergleichbaren Einrichtungen oder eine Ausbildung als Requisiteur/in bzw. in einem anderen bühnentechnischen Beruf erforderlich.

  • Wer im Bereich der Spezialeffekte tätig sein will, muss einen Grundlehrgang erfolgreich absolviert haben und an der Erzeugung von 15 Effekten mit explosionsgefährlichen Stoffen mitgewirkt haben.

  • Mindestalter von 21 Jahren

  • eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (Nachweis der Zuverlässigkeit)

  • körperliche Eignung

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:

  • Chemie: z.B. Kenntnisse über die Wirkungsweise verschiedener pyrotechnischer Spezialeffekte

  • Physik: z.B. um Zündkabel zu verlegen und Steuergeräte anzuschließen

  • Mathematik: z.B. um die Steigzeiten von Feuerwerksraketen zu berechnen

  • Deutsch: z.B. um die Kundschaft zu beraten und behördliche Genehmigungen einzuholen

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Pyrotechniker/innen vor allem in Firmen, die auf die Durchführung von Großfeuerwerken, pyrotechnischen Bühnenshows und Spezialeffekten für Film- und Fernsehproduktionen spezialisiert sind.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Pyrotechniker/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Pyrotechnik bis hin zu Umgang mit Gefahrstoffen.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Meister/in für Veranstaltungstechnik abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Veranstaltungstechnik erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Pyrotechnik-Firma oder als Feuerwerkveranstalter/in.