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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Reitlehrer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) Bildungseinrichtung und ggf. Reitschule (im Praktikum)

Was macht man in diesem Beruf?

Reitlehrer/innen geben Anfängerreitkurse oder Kurse für fortgeschrittene Freizeitreiter/innen, stimmen den Reitunterricht individuell auf Reiter/in und Pferd ab und vermitteln Kenntnisse über das Verhalten der Pferde. Sie organisieren und leiten den Schul- und Reitbetrieb, stellen Ausritte zusammen und erarbeiten Begleitprogramme. Darüber hinaus bilden sie Berufsreiter/innen fort und begleiten Teilnehmer/innen zu Turnieren. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Reitlehrer/innen finden Beschäftigung in Reitställen, -schulen bzw. -vereinen. Arbeitsorte: Reitlehrer/innen arbeiten in erster Linie im Freien, z.B. Reitplatz, Dressurplatz, Gelände in der Reithalle im Stall Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Je nach Bildungsangebot werden z.B. eine Zulassung als Trainer/in oder eine abgeschlossene Ausbildung als Pferdewirt/in, der Besuch eines Vorbereitungskurses, ein Mindestalter, eine Mitgliedschaft in einem Reitverein, ein Reiterpass, ein Führungszeugnis und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Vorführen der Übungen und Bewegungen) Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Beurteilen der Lernfortschritte der Teilnehmer/innen, Verhalten von Pferden und Reitern beobachten, Gefahrensituationen rechtzeitig erkennen) Pä

Die Ausbildung im Überblick

Reitlehrer/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Allgemeine Jugendarbeit

  • Erarbeitung von Trainingsplänen

  • Ethische Grundsätze

  • Inklusion

  • Methoden-/Vermittlungskompetenz

  • Organisation

  • Präventionsarbeit

  • Reitlehre

  • Sicherheit

  • Sport und Umwelt

  • Sportwissenschaftliche Grundlagen: z.B. Sportdidaktik, Anatomie/Physiologie des Reiters

  • Veterinär- und Pferdekunde

Praktisches Reittraining in Dressur, Springen und Gelände, praktische Unterrichtserteilung für verschiedene Altersgruppen sowie gymnastizierende Arbeit z.B. auf ebenem Hufschlag, über Hindernisse und im Gelände machen einen maßgeblichen Teil der Aus- bzw. Weiterbildung aus.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Reitlehrer/innen z.B. in Reitschulen mit.

Ausbildungsaufbau

Die Lehrgänge sind unterschiedlich strukturiert und von unterschiedlicher Dauer. Beispielsweise bestehen sie aus verschiedenen aufeinander aufbauenden Stufen.

Beispiel für ein Unterrichtsprogramm der Aus- bzw. Weiterbildung
  • Trainer/in C: 120 Unterrichtsstunden

  • Trainer/in B: 60 Unterrichtsstunden

  • Trainer/in A: 90 Unterrichtsstunden

Gesamtstundenzahl:

270 Unterrichtsstunden

Lernorte

Reitlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, Reithalle und Übungsparcours

  • ggf. im Praktikum: Reitschulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert:

  • Zulassung als Trainer/in oder eine abgeschlossene Ausbildung als Pferdewirt/in

  • Besuch eines Vorbereitungskurses

  • Mindestalter, z.B. 15 Jahre (Vorbereitungskurs) bzw. 18 Jahre (Trainer/in C)

  • Mitgliedschaft in einem Reitverein

  • Reiterpass

  • Nachweis bestimmter Reitabzeichen

  • Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses

  • Führungszeugnis

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: z.B. für die praktischen Lehrtätigkeiten beim Reiten oder Voltigieren

  • Deutsch: z.B. um Gruppen sowie Einzelschüler/-schülerinnen zu unterrichten

  • Französisch und weitere Fremdsprachen: z.B. für die Mitarbeit bei internationalen Veranstaltungen

  • Biologie: z.B. um auf einen artgerechten Umgang mit Pferden achten

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um Unterrichtseinheiten zu planen und zielgruppengerecht zu vermitteln

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Reitlehrer/innen vorwiegend in Reitschulen bzw. -vereinen und Rennställen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Reitlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Tierpflege.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Berufstrainer/in im Sport zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Pferdewirtschaft erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. durch eine freiberufliche Tätigkeit bei Reiterhöfen oder Reitsportvereinen und -verbänden oder mit einer eigenen Reitschule.