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Schiffsbetriebstechnische/r Assistent/in

2 Jahre Berufsfachschule und Seeschiff

Was macht man in diesem Beruf?

Schiffsbetriebstechnische/r Assistent/in ist eine Ausbildung (inkl. Seefahrtszeit) mit dem Ziel, nach anschließender Fachschulausbildung die Funktion des Nautischen Wachoffiziers/der Nautischen Wachoffizierin, des Technischen Wachoffiziers/der Technischen Wachoffizierin oder des Nautischen Schiffsoffiziers/der Nautischen Schiffsoffizierin in der großen Hochseefischerei ausüben zu können. Nautische Wachoffiziere und -offizierinnen assistieren bei der Navigation und achten auf die Einsatzfähigkeit der technischen Einrichtungen auf der Brücke. Technische Wachoffiziere und -offizierinnen sind für den reibungslosen Ablauf des Maschinenbetriebs verantwortlich. Sie tragen Mitverantwortung für Lade- und Löschvorgänge sowie das Sichern der Fracht an Bord. Im Maschinenraum überwachen sie z.B. zahlreiche Messgeräte und prüfen die Motorenanlage. Nautische Schiffsoffiziere und -offizierinnen in der großen Hochseefischerei arbeiten auf der Brücke. Von hier aus navigieren sie das Schiff und überwachen den Seeraum, den Seefunkverkehr und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Darüber hinaus organisieren sie den Fangbetrieb sowie die Weiterverarbeitung und Lagerung des Fangs an Bord. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung in der See- und Küstenschifffahrt, z.B. auf Frachtschiffen in Reedereien der Seeschifffahrt in der Hochseefischerei auf Werften Arbeitsorte: Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assiste

Die Ausbildung im Überblick

Schiffsbetriebstechnische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen.

Sie dauert 2 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Daneben besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Schiffsbetriebstechniker/zur Schiffsbetriebstechnikerin zu absolvieren.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:
  • Aufgaben im Maschinendienst zu übernehmen

  • nach den Regeln guter Seemannschaft zu arbeiten

  • Aufgaben im Wach- und Brückendienst zu übernehmen

  • für eine sichere Arbeitsumgebung zu sorgen

  • metallische Werkstücke und Baugruppen herzustellen

  • auf dem Schiff zu arbeiten und zu leben

Während der Ausbildung werden auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch und Politik unterrichtet.

Praktika

Bei Praktika werden die theoretischen Inhalte an Bord eines Seeschiffes umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen erhalten Einblick in das Betriebsgeschehen, sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über die Ablauforganisation an Bord.

Zusatzkenntnisse

Je nach Angebot der einzelnen Schulen werden Zusatzkenntnisse vermittelt, die den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglichen.

Ausbildungsaufbau

Beispiel für die StundenverteilungSchulische Ausbildung (Fachschule)

Berufsübergreifender Lernbereich: 12 Gesamtwochenstunden des zweijährigen Bildungsgangs

  • Deutsch/Kommunikation

  • Englisch/Kommunikation

  • Politik

  • Sport

  • Religion

Berufsbezogener Lernbereich: 56 Gesamtwochenstunden des zweijährigen Bildungsgangs

  • Aufgaben im Maschinendienst übernehmen

  • Nach den Regeln guter Seemannschaft arbeiten

  • Aufgaben im Wach- und Brückendienst übernehmen

  • Für eine sichere Arbeitsumgebung sorgen

  • Metallische Werkstücke und Baugruppen herstellen

  • Auf dem Schiff arbeiten und leben

Gesamtstundenzahl pro Woche: 34 Stunden

Lernorte

Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Berufsfachschule: Unterrichtsräume (Unterricht im Klassenverband), schuleigene Computerräume, Werkstätten

  • Praktikum: an Bord von Seeschiffen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Ein mittlerer Bildungsabschluss ist erforderlich.

Weitere Voraussetzungen können je nach Bundesland und Bildungsangebot vorliegen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Mathematik/Physik: z.B. um die Schiffstechnologie zu verstehen

  • Werken/Technik: z.B. um technische Anlagen an Bord zu warten

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Ihre Chancen können angehende Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assistentinnen bereits während der Ausbildung verbessern, indem sie Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. die Fachhochschulreife als Basis für ein späteres Studium.

Die passende Beschäftigung finden

Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assistentinnen absolvieren ihre Ausbildung und eine anschließende Seefahrtszeit in der Regel als Startbasis für eine weitere Ausbildung an Fachschulen für Seefahrt.

Beruflich weiterkommen

Nachdem Schiffsbetriebstechnische Assistenten und Assistentinnen nach ihrer Ausbildung ein weiteres Jahr aktiver Seefahrt absolviert haben, können sie einen Bildungsgang an einer staatlichen Fachschule für Seefahrt aufnehmen und eine Weiterbildung als Nautiker/in, Schiffsbetriebstechniker/in oder Nautische/r Schiffsoffizier/in bzw. Kapitän/in in der großen Hochseefischerei absolvieren.