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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Schweißer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungseinrichtung, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und angestrebten Qualifikationen (Schweißberechtigungen) Bildungseinrichtung und Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Geprüfte Schweißer/innen bereiten zunächst die Werkstücke und Bauteile anhand der Arbeitsunterlagen vor. Beispielsweise richten sie Teile exakt aus und heften sie mit Schweißpunkten. Je nach Arbeitsauftrag wählen sie die erforderlichen Schweißgeräte oder -anlagen, Zusatzwerkstoffe und Hilfsmittel aus und führen die Schweißarbeiten durch, ggf. mithilfe von Schweißrobotern. So wenden sie bei der Arbeit an Metallbaukonstruktionen, Behältern und Rohrleitungen z.B. Gasschmelzschweiß-, Lichtbogenhandschweiß- oder Schutzgasschweißverfahren an. Die Wahl des Verfahrens hängt davon ab, in welchen Bereichen und für welche Werkstoffe sie ihre Prüfung abgelegt haben. Abschließend behandeln sie die Schweißnähte nach und prüfen sie z.B. auf Gleichmäßigkeit, Übergänge, Einbrandkerben und Risse. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Geprüfte Schweißer/innen finden Beschäftigung in Schlossereien und Schweißereien im Metallbau bei Herstellern von Maschinen und Werkzeugen bei Herstellern von Transport- und Schienenfahrzeugen, Luft- und Raumfahrzeugen sowie Booten in Betrieben der Stahlbau-, Ausrüstungs-, Förder- und Versorgungstechnik Arbeitsorte: Geprüfte Schweißer/innen arbeiten in erster Linie in Werk- und Fabrikhallen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch an wechselnden Arbeitsorten (Endmontage) Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden eine abgeschlossene Berufsau

Die Ausbildung im Überblick

Geprüfte/r Schweißer/in ist eine international anerkannte Aus- bzw. Weiterbildung im Bereich der Schweißtechnik, die durch Richtlinien des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) geregelt ist. Die Dauer ist unterschiedlich.

Die Aus- bzw. Weiterbildungswege beziehen sich auf spezielle Werkstoffgruppen und Schweißverfahren wie Gasschweißen, Metallschutzgasschweißen, Lichtbogenhandschweißen oder Wolfram-Inertgas-Schweißen oder eine Kombination verschiedener Schweißverfahren.

Ausbildungsinhalte

Während der Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man - abhängig vom Schweißverfahren, von den Werkstoffen und den Werkstücken - beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • welche Schweißgeräte, Brenngase und Schweißzusätze es beim Gasschweißen gibt

  • welche Schweißstromquellen und Schweißzusätze beim Lichtbogenhand-, Metallschutzgas- und Wolfram-Inertgas-Schweißen verwendet werden

  • welche Schweißtechniken es gibt, wie man sie anwendet und wie Schweißnähte vorbereitet und dargestellt werden

  • welche Anforderungen an die Arbeitssicherheit bestehen und wie man Unfälle auch auf Baustellen verhütet

  • wie sich der Werkstoff beim Schweißen verhält (Schrumpfungen, Eigenspannungen, Verzug) und wie man dagegenwirkt

  • welche Stähle es gibt und wie sie sich beim Schweißen verhalten

  • welche Fehlergefahren im Grundwerkstoff vorkommen können

  • wie Schweißstöße an Rohren hergestellt werden

  • was bei der Qualitätssicherung in der Schweißtechnik zu beachten ist

  • welche Schweißnahtprüfverfahren es gibt und wie sie angewendet werden; welche Schweißnahtfehler auftreten können und wie man sie vermeidet

  • wie man Metalle thermisch trennt

Die praktische Aus- bzw. Weiterbildung spielt in den Lehrgängen eine wichtige Rolle.

Lernorte

Geprüfte Schweißer/innen werden in Lehrgangsform ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt oder einer autorisierten Einrichtung

  • in der praktischen Aus- bzw. Weiterbildung: Übungs- bzw. Werkstatträume

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine einschlägige Berufserfahrung sowie bei aufeinander aufbauenden Lehrgängen der jeweils erfolgreiche Abschluss der vorhergehenden Stufe vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter (z.B. 18 Jahre)

  • Grundkenntnisse in der Metallbearbeitung/Schweißtechnik

  • ausreichende Deutschkenntnisse im technischen Bereich

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:

  • Werken/Technik: z.B. um Werkstücke händisch oder maschinell zu bearbeiten

  • Physik: z.B. um das Verhalten geschweißter Verbindungen unter Belastung zu berechnen

  • Mathematik: z.B. um Transportwege im Hinblick auf Größe und Gewicht der Bauteile zu berechnen

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Geprüfte Schweißer/innen in Schlossereien und Schweißereien sowie im Metallbau.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Geprüfte Schweißer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Schweißen bis hin zu Schlosserei, Stahl- und Metallbau.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Schweißwerkmeister/in zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Werkstoffwissenschaft, -technik erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Fertigungsbetrieb des Metall- und Anlagenbaus.