Segellehrer/in
Was macht man in diesem Beruf?
Segellehrer/innen vermitteln an gewerblichen bzw. vereinseigenen Segelschulen die theoretischen Kenntnisse und die praktischen Fertigkeiten, die für den Erwerb der jeweiligen Segelscheine erforderlich sind. Sie trainieren Sportsegler/innen und übernehmen organisatorische Aufgaben bei Segeltörns. Zudem schulen sie Hilfssegellehrer/innen, planen Segelkurse, halten die Boote instand oder veranlassen Reparaturen. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Segellehrer/innen finden Beschäftigung an den vom Deutschen Segler-Verband (DSV) anerkannten Segelschulen bei Segelvereinen bei Reiseveranstaltern, die Segeltörns mit Segelunterricht anbieten Arbeitsorte: Segellehrer/innen arbeiten in erster Linie auf Booten und Schiffen in Bootshäusern in Schulungsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Darüber hinaus werden z.B. bestimmte amtliche Führerscheine, einschlägige Segelerfahrung und ein Mindestalter gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Erteilen von praktischem Unterricht auf See, bei Segelmanövern) Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Erteilen von theoretischem Unterricht) Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt (z.B. beim Überprüfen de
Die Ausbildung im Überblick
Segellehrer/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist.
Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.
Ausbildungsinhalte
Allgemeine Methodik und Didaktik des Wassersports
Anwendung spezieller Erkenntnisse beim Einsatz in der Manöverschulung und der Geschwindigkeitsoptimierung im Einzeltraining sowie beim Schulen und Trainieren mit homogenen und inhomogenen Gruppen
Funk: Theorie und Praxis
Leinenarbeit, Ankermanöver
Lehren und Lernen im Wassersport
Manöverkunde unter Segel und mit Antriebsmaschine
Materialkunde/Auswahl der Schulausrüstung (Bootsmaterial, Kleidung, …)
Navigation
Schifffahrtsrecht
Segeltheorie und Motorenkunde
Sicherheit und Unfallverhütung
Umweltschutz/Motor/Bootskunde
Wetterkunde, Revierkunde
Wirtschaftliche Führung einer Segelschule
Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen sowie Lehrproben ergänzt.
PraktikumIm Praktikum bzw. während der Hospitation arbeiten die angehenden Segellehrer/innen z.B. in Segelschulen mit oder hospitieren in einem Bootsbau- und Reparaturbetrieb.
Lernorte
Segellehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, im Hafen, an Anlegeplätzen und an Bord von Segelschiffen
im Praktikum: Segelvereine, -clubs, Wassersportschulen, ggf. Bootsbau- und Reparaturbetriebe
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt.
Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung z.B. gefordert:
bestimmte amtliche Führerscheine (abhängig vom jeweiligen Segelrevier)
einschlägige Segelerfahrung
Mindestalter (z.B. 18 Jahre)
Nachweis der Rettungsfähigkeit (DLRG, Wasserwacht oder gleichwertig)
Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses
Funkbetriebszeugnisse
Deutsch als Muttersprache oder Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse
für den Erwerb der B- und C-Lizenz des DSV (Deutscher Segler-Verband): Nachweis einer Ausbildertätigkeit
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Sport: z.B. für die praktischen Lehrtätigkeiten beim Segeln
Werken/Technik: z.B. um kleine Reparaturen an den Segelbooten vorzunehmen
Mathematik: z.B. um Navigationsberechnungen durchzuführen
Deutsch: z.B. um Gruppen sowie Einzelschüler und Einzelschülerinnen anzuleiten
Englisch: z.B. um internationale Schüler zu unterrichten
Pädagogik/Psychologie: z.B. um Segelkurse zu planen und zielgruppengerecht zu vermitteln
Ausbildungsvergütung
Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Segellehrer/innen an Segelschulen, bei Reiseveranstaltern und bei Segelvereinen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Segellehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Schiffsverkehr.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Berufstrainer/in im Sport zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Segelschule.