Snowboardlehrer/in
Was macht man in diesem Beruf?
Snowboardlehrer/innen unterrichten Snowboardschüler-Gruppen verschiedener Alters- und Leistungsstufen. Sie beraten die Schüler/innen bei Fragen zur richtigen Ausrüstung und übernehmen die Organisation und Vorbereitung des Snowboardunterrichts. Darüber hinaus vermitteln sie die beim Snowboarden zu beachtenden Sicherheitsregeln. Im Unterricht demonstrieren sie Übungen und greifen ggf. korrigierend ein. Zudem übernehmen sie die Pflege der Sportausrüstung. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Snowboardlehrer/innen finden Beschäftigung in erster Linie an Ski- und Snowboardschulen in Sporthotels und Ferienzentren für Wintersport bei Reiseveranstaltern für Wintersportreisen Arbeitsorte: Snowboardlehrer/innen arbeiten in erster Linie im Freien (z.B. Übungsgelände, Skipisten) Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Skihallen in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Für die landesrechtlich geregelte Ausbildung wird eine Eignungsfeststellung durchgeführt. Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. ein Mindestalter, eine Ausbildung in Erster Hilfe und/oder ein Führungszeugnis gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Demonstrieren von Fahrstilen und Schwungtechniken) Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt (z.B. beim Überprüfen der Ausrüstung auf Funktionstüchtigkeit) Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Erklären von Sicherheitsbestimmungen, Pistenregeln oder Bewegungsabläufen) Entscheidung
Die Ausbildung im Überblick
Snowboardlehrer/in ist eine Ausbildung, die landesrechtlich bzw. durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist. Die Dauer ist unterschiedlich.
Ausbildungsinhalte
Sportbiologie
Sportpädagogik, Sportpsychologie, Didaktik und Methodik
Bewegungslehre
Trainingslehre
Organisations- und Rechtsfragen
Ausrüstungs- und Materialentwicklung
Natur- und Umweltschutz
Der theoretische Unterricht wird durch Praxis (z.B. Freie Abfahrt; Fahrtechnik, Freestyle) und methodisch-didaktische Übungen ergänzt.
PraktikumIst ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Snowboardlehrer/innen z.B. in Profi-Snowboardschulen.
Ausbildungsaufbau
Snowboardlehrer/in - Level 1: 10 Tage
Snowboardlehrer/in - Level 2: 18 Tage
Snowboardlehrer/in - Level 3: 38 Tage
Staatlich geprüfte/r Snowboardlehrer/in: 94 Tage
160 Tage
Lernorte
Snowboardlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, Übungsgelände
im Praktikum: Profi-Ski- und Snowboardschulen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Für die landesrechtlich geregelte Ausbildung wird eine Eignungsfeststellung durchgeführt. Dafür muss man die Lizenz "Snowboardlehrer bzw. Snowboardlehrerin Level 3" des Deutschen Skilehrerverbands e.V. nachweisen.
Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:
Mindestalter von 16 bzw. 18 Jahren (je nach Lizenz)
Mitgliedschaft in einem Snowboardverein bzw. Nachweis wettkämpferischer Betätigung
Ausbildung in Erster Hilfe
Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest
Führungszeugnis
ggf. Vorpraktikum
ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Sport: z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in Sportphysiologie
Biologie: z.B. um ein zielgruppengerechtes Training zu erarbeiten
Deutsch: z.B. um Gruppen sowie Einzelschüler/-schülerinnen anzuleiten
Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um bei internationalen Veranstaltungenm mitzuarbeiten
Pädagogik/Psychologie: z.B. um sich mit Fragestellungen der Sportpädagogik und -psychologie auseinanderzusetzen
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Snowboardlehrer/innen an Ski- und Snowboardschulen, in Sporthotels und für Reiseveranstalter.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Snowboardlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Betriebswirtschaft.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Berufstrainer/in im Sport zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Snowboardschule.