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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Sporttauchlehrer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform Bildungseinrichtung und ggf. Tauchschulen (im Praktikum)

Was macht man in diesem Beruf?

Sporttauchlehrer/innen unterrichten Einzelpersonen oder Gruppen in Theorie und Praxis des Tauchens. Sie betreuen und beraten Tauchschüler/innen z.B. auch bezüglich der Tauchausrüstung, organisieren und begleiten Tauchgänge und nehmen Tauchprüfungen ab. Neben der Pflege und Wartung der Tauchausrüstung fallen auch Verwaltungsarbeiten an. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Sporttauchlehrer/innen finden Beschäftigung bei Tauch- und Wassersportschulen bei Tauchsportvereinen in Sporthotels und Ferienclubs bei Reiseveranstaltern für Sportreisen Arbeitsorte: Sporttauchlehrer/innen arbeiten in erster Linie am und im Wasser in Unterrichts- und Übungsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen in Werkstätten Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Je nach Bildungseinrichtung wird z.B. eine gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung, ein Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe oder ein Mindestalter gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Erteilen von praktischem Unterricht unter Wasser) Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt (z.B. beim Überprüfen der Ausrüstung auf Funktionstüchtigkeit) Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten und Motivieren der Schüler/innen) Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. in Gefahrensituationen) Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Erkennen der Lernfortschritte wie auch der körpe

Die Ausbildung im Überblick

Sporttauchlehrer/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Animation und Freizeitgestaltung

  • Basisleitung und Management

  • Biologie

  • Buchhaltung

  • Marketing

  • Medizin und Sicherheit

  • Physik

  • Recht, Haftung, Normen, Versicherungen

  • Seemannschaft

  • Sportpädagogik und Sportpsychologie

  • Touristik

  • Umweltschutz

Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen (z.B. Tauchgänge, Rettungsmaßnahmen) ergänzt.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Sporttauchlehrer/innen z.B. in Tauchschulen mit.

Lernorte

Sporttauchlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung, Schwimmbäder, Tauchbasen und natürliche Gewässer

  • bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bzw. Schwimmbäder, Tauchbasen und natürliche Gewässer bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

  • im Praktikum: z.B. Tauchschulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung wird je nach Bildungseinrichtung z.B. gefordert:

  • gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung

  • Mindestalter von 18 Jahren

  • Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe

  • Nachweis einer bestimmten Anzahl an absolvierten Tauchgängen

  • Ausbildung zum Tauchlehrerassistenten/zur Tauchlehrerassistentin

  • Führungszeugnis

  • gute Kenntnisse der deutschen Sprache, Grundkenntnisse in einer Fremdsprache, möglichst in Englisch

  • amtlicher Sportbootführerschein oder Segelschein

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in Sportphysiologie

  • Physik: z.B. um die physikalischen Vorgänge beim Tauchen verstehen und erklären zu können

  • Biologie: z.B. für die Erarbeitung eines zielgruppengerechten Unterrichts

  • Deutsch: z.B. um Gruppen sowie Einzelschüler/-schülerinnen anzuleiten

  • Englisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um zusammengesetzte Gruppen von nicht deutschsprachigen Teilnehmenden zu unterrichten

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um sich mit Fragestellungen der Sportpädagogik und -psychologie auseinanderzusetzen

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Sporttauchlehrer/innen in Tauch- und Wassersportschulen, in Sporthotels oder in Tauchsportvereinen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Sporttauchlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Tourismus, Freizeitwirtschaft.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer privaten Sporttauchschule.