Tanzlehrer/in
Was macht man in diesem Beruf?
Tanzlehrer/innen unterrichten Gesellschaftstänze. Zur Vorbereitung wählen sie Übungen aus und stellen Unterrichts- und Trainingsprogramme zusammen. Im Tanzunterricht demonstrieren sie Schritte und Schrittfolgen, bedienen die Musikanlage und korrigieren die Bewegungsabläufe der Schüler/innen. Im Leistungssport trainieren sie Tanzpaare oder kleine Mannschaften. Im sozialpädagogischen und sozialtherapeutischen Bereich tragen sie zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schüler/innen bei und fördern Lebensmut sowie soziale, intellektuelle und sportliche Fähigkeiten. Im Behinderten- und Rehabilitationssport ist ihr Ziel, die körperliche Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit sowie das Selbstvertrauen der Schüler und Schülerinnen zu verbessern. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Tanzlehrer/innen finden Beschäftigung in Tanzschulen, -studios, -clubs und -vereinen in Fitnessstudios an Volkshochschulen in Gesundheitseinrichtungen, z.B. Rehabilitationskliniken im Sozialwesen, z.B. in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen Arbeitsorte: Tanzlehrer/innen arbeiten in erster Linie in Tanzsälen, Fitnessräumen und Sporthallen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung vorausgesetzt, ggf. auch ein mittlerer Bildungsabschluss bzw. die allgemeine Hochschulreife . Alternativ ist
Die Ausbildung im Überblick
Tanzlehrer/in ist eine Ausbildung, die durch Vorschriften der Berufsverbände geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit i.d.R. 3 Jahre.
Ausbildungsinhalte
Musiktheorie
Funktionelle Bewegungslehre, Anatomie
Grundschritte, Haltungen, Positionen
Methodik
Didaktik
Einsatz von Materialien und Instrumenten
Umgangsformen
Berufsbildung, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Erste Hilfe, Jugendschutz
Vermarktungsideen
PC-Grundkenntnisse und moderne Kommunikation
Praktischer Unterricht und Übungen spielen in der Ausbildung eine wichtige Rolle. In den ersten beiden Ausbildungsjahren assistieren die angehenden Tanzlehrer/innen zunächst bei Kursen aller Kursstufen, im dritten Jahr stehen dann das eigenständige Planen und Unterrichten auf der Tagesordnung.
PraktikumIst ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die Ausbildung an, arbeiten die angehenden Tanzlehrer/innen z.B. in Tanzschulen mit.
Lernorte
Tanzlehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Tanzräume
ggf. im Praktikum: z.B. Tanzschulen und -studios, Tanzvereine
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird eine abgeschlossene Schulausbildung vorausgesetzt, teilweise auch ein mittlerer Bildungsabschluss bzw. die allgemeine Hochschulreife. Alternativ ist der Zugang auch mit einer Berufsausbildung bzw. einem abgeschlossenen Hochschulstudium in Verbindung mit Kenntnissen im Welttanzprogramm und Medaillentanzen möglich.
Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:
Mindestalter (z.B. 18 Jahre)
sehr gute Deutschkenntnisse
tänzerisches Talent, gutes Körperbewusstsein
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Sport: z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in Sportphysiologie
Musik: z.B. um ein Rhythmusgefühl zu entwickeln
Deutsch: z.B. um Gruppen anzuleiten und Tanzschritte bzw. -figuren erklären zu können
Biologie: z.B. um das Wissen über die menschliche Anatomie und den menschlichen Bewegungsapparat zu erwerben
Pädagogik/Psychologie: z.B. um Unterrichtseinheiten planen sowie Kenntnisse zielgruppengerecht vermitteln zu können
Ausbildungsvergütung
Je nach Anbieter der Ausbildung kann eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden.
Perspektiven nach der Ausbildung
Ihre späteren Chancen können angehende Tanzlehrer/innen bereits während der Ausbildung verbessern, indem sie Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Kindertanzlehrer/in oder als Fachtanzlehrer/in für verschiedene Tanzformen.
Die passende Beschäftigung findenNach ihrer Ausbildung arbeiten Tanzlehrer/innen in Tanzschulen, -studios und -clubs sowie in Fitnessstudios und Tanzvereinen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Tanzlehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Tanz bis hin zu Animation.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Fachwirt/in für Tanzschulen oder Tanz- und Bewegungstherapeut/in zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tanz erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Tanzschule.