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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Tennislehrer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) Bildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Tennislehrer/innen unterrichten bzw. trainieren Einzelpersonen und Gruppen im Tennissport. Je nach Art der erworbenen Lizenz unterrichten sie beispielsweise Freizeitsportler/innen, trainieren Leistungssportler/innen oder Wettkampfspieler/innen. Sie konzipieren und leiten Trainingseinheiten zur Verbesserung von Technik und Kondition, schulen Spieler/innen in taktischen Fragen, melden sie zu Turnieren an und betreuen sie während der Wettkämpfe. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Tennislehrer/innen finden Beschäftigung in Tennisvereinen und Tennisschulen in Sporthotels und Ferienanlagen Arbeitsorte: Tennislehrer/innen arbeiten in erster Linie auf Tennisplätzen (im Freien oder in Hallen) Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Für die landesrechtlich geregelte Ausbildung werden i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss , die Trainer-A-Lizenz des Fachverbandes, eine Empfehlung des Spitzenverbandes sowie sportliche Leistungs- und Tätigkeitsnachweise vorausgesetzt. Für die durch Verbandsrichtlinien geregelte Ausbildung bestehen spezifische Zugangskriterien für die jeweiligen Lizenzstufen. Je nach Verband wird z.B. ein Mindestalter, eine Mitgliedschaft in einem Tennisverein oder ein Führungszeugnis gefordert. Worauf kommt es an? Anforderungen: Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Demonstrieren von Schlagtechniken, Spielabläufen und Zuspielen von Bällen) Pädagogische Fähigkeiten und mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. beim Anleiten un

Die Ausbildung im Überblick

Tennislehrer/in ist eine landesrechtlich oder durch Verbandsrichtlinien geregelte Ausbildung.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • welches die offiziellen Regeln und Wettkampfbestimmungen für das Tennisspiel sind und wie man Turniere im Breiten- oder Leistungssport organisiert und durchführt

  • welche sportbiologischen (physiologischen und biomechanischen) Grundlagen das Tennisspiel beeinflussen

  • wie man Verletzungen und Unfälle vermeidet und welche Maßnahmen in Notfällen anzuwenden sind

  • wie man das Training auf verschiedene Zielgruppen abstimmt, um diese weder zu unter- noch zu überfordern

  • wie man das Training methodisch und didaktisch aufbaut, welche Aktionsformen des Unterrichts, wie Instruieren, Demonstrieren, Korrigieren, Zu- und Mitspielen, und welche Lehr- und Lernhilfen es gibt

  • wie man durch gezieltes Training Kondition, Koordination, Technik und Taktik verbessern kann

  • wie man Talente sichtet, fördert und sie an den Hochleistungssport heranführt

  • was man über Sportstättenbau und Materialkunde, Betriebswirtschaft, Personal- und Steuerrecht wissen muss

  • wie man den Sportbetrieb im Verein, Bezirk oder Verband plant, koordiniert und leitet

  • wie man Mitglieder für einen Sportverein wirbt und an den Verein bindet

Fachpraktischer Unterricht spielt in der Ausbildung eine wichtige Rolle. In den praktischen Lehrgängen werden z.B. Schlagvariationen, das Demonstrieren von Spielabläufen und Trainingsaufbau mit unterschiedlichen Zielgruppen vermittelt.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Tennislehrer/innen z.B. in Sportvereinen oder Tennisschulen mit.

Ausbildungsaufbau

Gliederung der Ausbildung (beispielhaft):
  • Praktische Ausbildung: 140 Unterrichtseinheiten

    • Einführung in die staatliche Ausbildung, Techniktraining, Zuspiel, Aufbau von Übungsformen

    • Tennisunterricht mit Anfängern, Easy-Tennis, Tennis in der Schule

    • Tennisunterricht im Funsport-Tennis, Tennislehrer als Personal Coach

    • Strategie- und Taktiktraining, Doppeltraining

    • Mannschaftstraining, Coaching, Talentsichtung

    • Tennisunterricht im Leistungs- und Spitzensport

    • Tennisunterricht in Ferienkursen, Prüfungsvorbereitung

  • Fachtheoretische Ausbildung: 154 Unterrichtseinheiten

    • Psychologie

    • Sportpädagogik

    • Fachmethodik/Fachdidaktik

    • Trainingslehre

    • Medizin

    • Materialkunde

  • Praktikum: 210 Unterrichtseinheiten

    • Praktika in Tennisschulen, Vereinen, Sportgeschäften, in der Sportverwaltung oder im Leistungsbereich

Gesamtdauer

504 Unterrichtseinheiten

Lernorte

Tennislehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Tennishallen und -plätze

  • ggf. im Praktikum: z.B. Sportvereine, Tennisschulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Für die landesrechtlich geregelte Ausbildung benötigt man einen mittleren Bildungsabschluss, die Trainer-A-Lizenz des Fachverbandes, eine Empfehlung des Spitzenverbandes sowie sportliche Leistungs- und Tätigkeitsnachweise.

Für die durch Verbandsrichtlinien geregelte Ausbildung bestehen spezifische Zugangskriterien für die jeweiligen Lizenzstufen.

Je nach Verband wird z.B. gefordert:

  • Mindestalter (je nach Lizenz z.B. 16 oder 20 Jahre)

  • Mitgliedschaft in einem Tennisverein/einer Tennisabteilung des Verbands bzw. Mitgliedschaft im Verband

  • Führungszeugnis

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest

  • Nachweis einer Ausbildung in Erster Hilfe

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Sport: z.B. gute sportliche Leistungen sowie Kenntnisse in Sportphysiologie

  • Deutsch: z.B. um beim Training Gruppen anzuleiten

  • Biologie: z.B. um ein zielgruppengerechtes Training zu erarbeiten

  • Englisch und ggf. weitere Fremdsprachen: z.B. um fremdsprachige Fachbegriffe in der theoretischen Prüfung zu verstehen

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um sich mit Fragestellungen der Sportpädagogik und -psychologie auseinanderzusetzen

Auswahlverfahren

Für die durch Verbandsrichtlinien geregelte Ausbildung finden ggf. Zulassungsprüfungen statt. Dabei werden die technische und die spielerische Eignung überprüft.

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tennislehrer/innen in Tennis- und Sportvereinen sowie in Sporthotels und Ferienanlagen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Tennislehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Sportfachfortbildungen bis hin zu Sportmanagement.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Berufstrainer/in im Sport zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Sportwissenschaft erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit bei Tennisvereinen, Tennisschulen, in Tennisanlagen oder mit einer eigenen Tennisschule.