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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Theater-Regisseur/in/Spielleiter/in (Ausbildung)

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) Bildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Regisseure und Regisseurinnen steuern Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen von der Vorbereitung bis zur Fertigstellung. Sie entwickeln Konzepte z.B. zur Gestaltung von Set oder Bühnenraum, zu Kostümen und Maske, zu Ton- bzw. Videoeinspielungen oder technischen Effekten. Dabei koordinieren sie die Arbeit aller Beteiligten und treffen die endgültigen künstlerischen Entscheidungen. Während der Proben bzw. Aufnahmen leiten sie die Schauspieler und Schauspielerinnen an. Im Theater ist ihre Arbeit an einer Inszenierung meist mit der Premiere beendet, bei Film- und Fernsehproduktionen folgt nach den Dreharbeiten die Postproduktion, in der z.B. durch Schneiden und Montage der Szenen die endgültige Fassung des Films hergestellt wird. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Regisseure und Regisseurinnen finden Beschäftigung bei Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften bei Hörfunk- und Fernsehanstalten an Theatern Arbeitsorte: Regisseure und Regisseurinnen arbeiten in erster Linie in Aufnahmestudios vor Ort in Gebäuden oder im Freien (bei Außendreharbeiten) in Proberäumen auf Probebühnen bzw. Bühnen in Theatersälen und -werkstätten Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachhochschulreife sowie Praktika oder Hospitanzen bzw. berufspraktische Erfahrungen vorausgesetzt. Darüber hinaus wird z.B. ein Mindestalter, ein

Die Ausbildung im Überblick

Theater-Regisseur/in bzw. Spielleiter/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Daneben besteht die Möglichkeit, Regie an Hochschulen zu studieren.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen der Theaterorganisation und des Vertragswesens

  • Bühnenbild

  • Bühnentechnik

  • Choreografie

  • Dramaturgie

  • Improvisation

  • klassische und moderne Regieansätze

  • Körpertraining

  • Kostümkunde

  • Lichtdesign

  • Philosophie

  • Rollenpsychologie und Ethik

  • schauspielerische Techniken

  • Stimmbildung

  • Tanz

  • Theatergeschichte

In den praktischen Ausbildungsabschnitten nimmt man z.B. an Lehrveranstaltungen (Übungen) im Bereich Schauspiel teil, führt regiepraktische Übungen und eigene Regieprojekte durch. Außerdem absolviert man z.B. Hospitationen am Theater.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, begleiten die angehenden Theater-Regisseure und -Regisseurinnen bzw. Spielleiter/innen Dozenten und Dozentinnen bei einer Inszenierung.

Lernorte

Theater-Regisseure und -Regisseurinnen bzw. Spielleiter/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

  • ggf. im Praktikum: Theater

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachhochschulreife sowie Praktika oder Hospitanzen bzw. berufspraktische Erfahrungen, z.B. in der Regieassistenz, vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang z.B. gefordert:

  • Mindestalter (z.B. 17 Jahre)

  • Höchstaltersgrenze (z.B. 30 Jahre)

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Attest

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Darstellendes Spiel: z.B. um mit Schauspielern und Schauspielerinnen Rollen zu erarbeiten

  • Deutsch: z.B. um dramatische Texte zu deuten und Aufführungskonzepte zu erarbeiten

  • Kunst: z.B. um Szenen, Bühnenräumen, Möbel und Kostüme zu konzipieren

  • Musik: z.B. um Musicals, Opern oder Operetten zu inszenieren

  • Englisch: z.B. um sich mit multinationalen Ensembles zu verständigen

Auswahlverfahren

In der Regel müssen Bewerber/innen ihre künstlerische Eignung in einem Aufnahmeverfahren nachweisen.

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Theater-Regisseure und -Regisseurinnen bzw. Spielleiter/innen am Theater, z.B. an Opern- und Schauspielhäusern sowie bei Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Theater-Regisseure und -Regisseurinnen bzw. Spielleiter/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Regie- und Dreharbeit bis hin zu Theater und Schauspiel.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Regie erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich. Theater-Regisseure und -Regisseurinnen bzw. Spielleiter/innen können freiberuflich tätig werden.