heyJobstarter
Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Tierphysiotherapeut/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform Bildungseinrichtung und ggf. Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen behandeln alters-, krankheits- oder unfallbedingt eingeschränkte Tiere, z.B. Pferde und Hunde, und wenden Massagen und andere Therapiemaßnahmen an. Dabei betrachten sie das Tier, tasten es an den betroffenen Körperstellen ab und analysieren dessen Vor- bzw. Krankengeschichte. Auf der Basis tierärztlicher Diagnose und eigener Beobachtung planen sie den Therapieablauf. Abhängig von der Diagnose und der eigenen Einschätzung führen sie an den Tieren gezielte Therapien durch, z.B. Übungen mit Geräten, Narbenbehandlungen, Massagen, Elektrotherapien sowie Wärme- oder Hydrotherapien. Darüber hinaus betreuen sie Tiere bei Sportveranstaltungen oder Wettkämpfen und beraten die Tierhalter über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden sowie die richtige Ernährung. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen finden Beschäftigung in eigenen (mobilen) Praxen in tierärztlichen und tierphysiotherapeutischen Praxen Arbeitsorte: Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen arbeiten in erster Linie in Praxisräumen bei Hausbesuchen in Privathaushalten auf Höfen und in Ställen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus werden z.B. ein Mindestalter sowie Erfahrung im Umgang mit Tieren gefo

Die Ausbildung im Überblick

Tierphysiotherapeut/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Ausbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Ausbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Grundlagen der Veterinärmedizin: z.B. Anatomie, Physiologie und Pathologie, physikalische Therapiemethoden, Methoden der Anamnese, Diagnosemethoden (z.B. Abtasten)

  • Methoden der Physiotherapie: z.B. Behandlungsplanung, Manuelle Muskeltherapie, Massagen, Thermotherapie, Hydro- und Elektrotherapie, Lymphdrainage, passives Bewegen

  • Tierhaltungsberatung: z.B. Erste Hilfe, Ernährung, Umgang mit Tierpatient und Tierbesitzer

  • Gesetzeskunde: z.B. Arbeitsschutzrecht, Arzneimittelrecht, Tierschutzrecht, Tierseuchengesetz

  • Grundwissen Praxismanagement: Gewerbeanmeldung, Versicherungen, Werbung, steuerrechtliche Aspekte

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Tierphysiotherapeuten und Tierphysiotherapeutinnen in Tierarztpraxen oder in Praxen von Tierphysiotherapeuten und Tierphysiotherapeutinnen.

Lernorte

Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

  • bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasen

  • bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

  • ggf. im Praktikum: Tierarztpraxen oder Praxen von Tierphysiotherapeuten und Tierphysiotherapeutinnen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Ausbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter (z.B. 18 Jahre)

  • Erfahrung im Umgang mit Tieren

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Biologie: z.B. Wissen über Anatomie und Physiologie der Tiere

  • Chemie/Physik: z.B. um die Wirkungsweise verschiedener Therapien zu verstehen

  • Deutsch: z.B. um Behandlungsberichte zu verfassen und Tierhalter/-halterinnen zu beraten

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen in tierärztlichen und tierphysiotherapeutischen Praxen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Tierphysiotherapeuten und -therapeutinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Therapiemethoden bis hin zu Tierpsychologie.

Beruflich weiterkommen

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Tiermedizin erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer Praxis für Tierphysiotherapie.