Wirtschaftsübersetzer/in
Was macht man in diesem Beruf?
Wirtschaftsübersetzer/innen übertragen Texte mit wirtschaftlichen Inhalten aus der Ausgangssprache in die Zielsprache und umgekehrt. Sie beschäftigen sich z.B. mit Geschäftsbriefen, Besprechungs- und Verhandlungsprotokollen, Verträgen, Bilanzen, Marketinganalysen oder Gutachten, übersetzen Medienbeiträge oder wirtschaftliche Fachliteratur. Um das Original so adäquat wie möglich abbilden zu können, analysieren sie den Text gründlich und stellen Hintergrundrecherchen an. Für die Übersetzungen verwenden sie zum Teil Nachschlagewerke. Darüber hinaus erstellen sie beispielsweise Kurzfassungen von Texten oder erledigen die Nachbearbeitung maschinell oder per KI übertragener Texte. Wirtschaftsübersetzer/innen lektorieren ggf. auch die Übersetzungen von Kollegen und Kolleginnen. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Wirtschaftsübersetzer/innen finden Beschäftigung in international tätigen Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche in größeren Übersetzungsagenturen/Übersetzungsbüros bei Behörden des Landes oder des Bundes Arbeitsorte: Wirtschaftsübersetzer/innen arbeiten in erster Linie in Büro- und Besprechungsräumen Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Homeoffice bzw. mobil Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Darüber hinaus wird z.B. der Nachweis guter Englischkenntnisse gefordert. Worauf kommt e
Die Ausbildung im Überblick
Wirtschaftsübersetzer/in ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Teilzeit 2 Jahre.
Die Ausbildung ist in verschiedenen Sprachen möglich, z.B. Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch.
Ausbildungsinhalte
Fremdsprachenkenntnisse in Wort und Schrift: z.B. Grammatik, Umgangssprache, einfaches Verhandlungsdolmetschen, Diktate, Telefonieren, Zeitungsartikel und Wirtschaftsaufsätze, Erstellen von Pressemeldungen und Artikeln, Übersetzen von Texten aus Wirtschaft und Politik
Fach- und Landeskunde: z.B. Fachkunde und Fachterminologie (u.a. Banken- und Börsenwesen, Außenhandel, Transport- und Zollwesen), Wirtschaftsgeografie, Kultur und Politik
Recherche- und Analysefähigkeiten
EDV und Textverarbeitung
Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen ergänzt.
PraktikumIst ein Praktikum in die Ausbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Ausbildung an, arbeiten die angehenden Wirtschaftsübersetzer/innen in international tätigen Wirtschaftsunternehmen oder Übersetzungsagenturen mit.
Lernorte
Wirtschaftsübersetzer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.
Lernorte sind
Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung
ggf. im Praktikum: international tätige Wirtschaftsunternehmen, Übersetzungsagenturen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.
Darüber hinaus wird z.B. der Nachweis guter Englischkenntnisse gefordert.
Wichtige Schulfächer
Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:
Englisch, Französisch und weitere Fremdsprachen: z.B. um durch sehr gute Sprachkenntnisse die späteren Einsatzmöglichkeiten zu erweitern
Wirtschaft und Recht: z.B. um wirtschaftsrechtliche Zusammenhänge nachzuvollziehen
Deutsch: z.B. eine sehr gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit
Ausbildungsvergütung
Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung arbeiten Wirtschaftsübersetzer/innen in Übersetzungsbüros, Regierungsbehörden, international tätigen Unternehmen der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche oder Online-Plattformen.
Die Beschäftigungsfähigkeit sichernDurch Anpassungsweiterbildung können Wirtschaftsübersetzer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Übersetzen und weiteren Wirtschaftssprachen bis hin zu interkultureller Kompetenz.
Beruflich weiterkommenEine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Betriebswirt/in für Außenwirtschaft zu absolvieren.
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Übersetzen erwerben.
Sich selbstständig machenAuch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. durch die Übernahme oder Gründung einer Übersetzungsagentur.