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Zurück zur Übersicht Schulische Ausbildung

Yogalehrer/in

Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot, Unterrichtszeit (Vollzeit/Teilzeit) und Lernform Bildungseinrichtung und ggf. Yogaschulen (im Praktikum)

Was macht man in diesem Beruf?

Yogalehrer/innen unterrichten in Seminaren und Kursen, wie man durch körperliche Übungen der traditionellen indischen Yoga-Lehre Körper und Geist trainiert, die Gesundheit fördert und sich entspannt. Sie geben den Schülern und Schülerinnen Hilfestellung, die richtigen Körperhaltungen einzunehmen und Atemtechniken anzuwenden. Außerdem bringen sie ihnen die den Übungen zugrunde liegenden philosophischen Grundlagen nahe und regen zum Nachdenken über das eigene Selbst an. Yogalehrer/innen bereiten den Unterricht vor, organisieren Kurse und Seminare und erledigen ggf. die dazugehörige Verwaltungsarbeit. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Yogalehrer/innen finden Beschäftigung in Yogaschulen und -studios bei Sportvereinen in Fitness-, Wellness-, Erholungs- und Ferieneinrichtungen an Volkshochschulen, in Familienbildungsstätten in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen in Physiotherapie- und Facharztpraxen Arbeitsorte: Yogalehrer/innen arbeiten in erster Linie in Übungs- und Gymnastikräumen oder Sporthallen im Freien Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden ein Hauptschulabschluss (je nach Bundesland auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, erster allgemeinbildender Schulabschluss, erfolgreicher Abschluss der Mittelschule), eine Berufsausbildung sowie mehrjährige Yoga-Praxis vorausgesetzt. Darüb

Die Ausbildung im Überblick

Yogalehrer/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch interne Vorschriften von Verbänden bzw. Lehrgangsträgern geregelt ist.

Je nach Lehrgangsträger können z.B. Zugangsvoraussetzungen, Dauer der Aus- bzw. Weiterbildung und Abschlussbezeichnungen unterschiedlich sein.

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Yoga-Philosophie und Geschichte/Quellentexte

  • Die großen Yoga-Wege

  • Ashtanga-Yoga (Patanjali, 8-facher Pfad)

  • Medizinische Grundlagen

  • Therapeutische Körperstellungen (Asana)

  • Einführung in bedeutende Yogatraditionen

  • Yoga-Atemtherapie/Atemtechniken (Pranayama)

  • Meditation

  • Entgiftungs- und Reinigungstechniken (Satkarma/Kriya)

  • Kundalini-Yoga

  • Energieansammlung und Energielenkung (Bandha, Mudra)

  • Grundlagen ayurvedischer Ernährung

  • Unterrichtsgestaltung, Didaktik, Beratungspraxis

Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen ergänzt.

Praktikum

Ist ein Praktikum in die Aus- bzw. Weiterbildung integriert oder schließt sich eine Praxisphase an die theoretische Aus- bzw. Weiterbildung an, arbeiten die angehenden Yogalehrer/innen z.B. in einer ausbildungsberechtigten Yoga-Schule mit.

Lernorte

Yogalehrer/innen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung einschließlich Gymnastikräume

  • bei digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer) und Fernunterricht: zu Hause, ggf. Unterrichtsräume bei Präsenzphasen

  • bei kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

  • ggf. im Praktikum: z.B. ausbildungsberechtigte Yoga-Schulen

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. Zum Teil werden ein Hauptschulabschluss, eine Berufsausbildung sowie mehrjährige Yoga-Praxis vorausgesetzt.

Darüber hinaus wird für den Zugang zur Aus- bzw. Weiterbildung z.B. gefordert:

  • Mindestalter (z.B. 18 bzw. 25 Jahre)

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aus- bzw. Weiterbildung:

  • Sport: z.B. um Bewegungsformen und Positionen einzuüben

  • Biologie: z.B. um Wirkungsweisen von Yoga zu verstehen

  • Deutsch: z.B. um Kurse und Seminare durchzuführen und Übungen zu erklären

  • Pädagogik/Psychologie: z.B. um Bewegungsabläufe zielgruppengerecht zu vermitteln

Ausbildungsvergütung

Für die Aus- bzw. Weiterbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung arbeiten Yogalehrer/innen in Yogaschulen, bei Sportvereinen und in Fitnesszentren sowie in Kurkliniken und Wellnesshotels.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Yogalehrer/innen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von Entspannung bis hin zu Gesundheitsförderung.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Wellnessberater/in zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Gesundheitssport erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer freiberuflichen Tätigkeit oder mit einer eigenen Yogaschule.