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Zytologieassistent/in

16-24 Monate (Vollzeit) Bildungseinrichtung und Praktikumsbetrieb

Was macht man in diesem Beruf?

Zytologieassistenten und -assistentinnen untersuchen Zellproben, Körperflüssigkeiten und Körpersekrete auf Anzeichen bösartiger Zellveränderungen. Für mikroskopische Untersuchungen spalten sie z.B. Sekrete in einzelne Bestandteile oder schneiden Gewebeproben mit Skalpellen in feine Scheiben. Sie färben das Zellmaterial ein und bringen es auf kleine Glasplatten, die Objektträger, auf. Bei der mikroskopischen Untersuchung der Präparate suchen sie unter Vergrößerung Auffälligkeiten im Zellbild. Die Untersuchungsergebnisse dokumentieren sie und leiten diese weiter. Darüber hinaus führen sie verwaltende Tätigkeiten durch, etwa Katalogisierungen. Wo arbeitet man? Beschäftigungsbetriebe: Zytologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in zytologischen Labors von Kliniken oder Frauenarztpraxen in eigenständigen medizinischen Labors oder in Forschungsinstituten in der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Gesundheitsämtern Arbeitsorte: Zytologieassistenten und -assistentinnen arbeiten in erster Linie in Labors Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Büroräumen in Untersuchungs- und Behandlungsräumen Welche Vorbildung wird erwartet? Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. I.d.R. wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Beruf vorausgesetzt. Worauf kommt es an? Anforderungen: Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim mikroskopischen

Die Ausbildung im Überblick

Zytologieassistent/in ist eine schulische Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 16-24 Monate.

Ausbildungsinhalte

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:
  • Zytologie des weiblichen Genitals (z.B. normales und verändertes Zellbild des Muttermundbereichs, Kriterien der krebsigen Zelle)

  • Zytologie anderer Organe (z.B. Zellen der weiblichen Brust, der Schilddrüse, der Prostata, Sekrete aus den Atemwegen, Harn, Blut)

  • Mikroskopieren

  • Anatomie

  • Biologie

  • Chemie

  • Hämatologie

  • Krankheitslehre

  • Laborkunde

  • Mikrobiologie

  • EDV-Unterricht

  • Berufskunde

  • Kommunikation

Praktikum

Während des Berufspraktikums arbeiten die angehenden Zytologieassistenten und -assistentinnen in einem zytologischen Labor (Gynäkologie, Pathologie, Krankenhaus) mit.

Lernorte

Zytologieassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet.

Lernorte sind

  • Unterrichtsräume an der Zytologieschule, einschließlich Fachräume z.B. zum Mikroskopieren

  • im Berufspraktikum: z.B. Zytologielabors, Arztpraxen, Hochschulkliniken

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Beruf vorausgesetzt.

Ein Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

  • Chemie: z.B. um Zell- und Körperflüssigkeitsproben zu analysieren

  • Physik: z.B. um Messverfahren wie Elektrolytmessungen zu verstehen

  • Biologie: z.B. um biologische Prozesse wie Zellstoffwechsel nachzuvollziehen

  • Mathematik: z.B. um prozentuale Zusammensetzungen chemischer Verbindungen zu berechnen

  • Deutsch: z.B. um Präparateakten zu führen

Ausbildungsvergütung

Für die Ausbildung wird keine Vergütung gezahlt.

Perspektiven nach der Ausbildung

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Zytologieassistenten und -assistentinnen in zytologischen Labors von Kliniken oder größeren Frauenarztpraxen, in eigenständigen medizinischen Labors oder in medizinischen Forschungsinstituten.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung können Zytologieassistenten und -assistentinnen ihre Fachkenntnisse aktuell halten oder auf den neuesten Stand bringen. Das Themenspektrum reicht dabei von medizinischem Labor bis hin zu Hygiene im Gesundheitsbereich.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Biomedizinischer Fachanalytiker bzw. Biomedizinische Fachanalytikerin für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Biomedizin, Molekulare Medizin erwerben.